Versicherungsleistung mindert abzugsfähige Handwerker-Kosten

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Handwerkerleistungen für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen können Sie steuerlich geltend machen und bekommen dann 20 % der Arbeitskosten zurück. Versicherungsleistungen müssen aber vorher abgezogen werden, bestätigte das FG Münster.

Im entschiedenen Fall hatte die Klägerin einen Wasserschaden erlitten. Für die Beseitigung fielen Handwerkerkosten in Höhe von insgesamt 3.224 € an, die von der Versicherung erstattet wurden. Trotzdem setzte die Klägerin die Kosten in ihrer Steuererklärung an und beantragte die Gewährung der Steuerermäßigung. Das Finanzamt lehnte ab – schließlich hatte die Versicherung ja bereits gezahlt und die Klägerin war finanziell nicht belastet.

Das FG Münster bestätigte diese Auffassung: Die Inanspruchnahme der Steuerermäßigung für haushaltsnahe Handwerkerleistungen setze eine wirtschaftliche Belastung der Klägerin durch die Handwerkerkosten voraus, erklärten die Richter. Daran fehle es im Streitfall, da die Versicherung die Handwerkerkosten erstattet habe.

Eine wirtschaftliche Belastung der Klägerin ergebe sich auch nicht auf Umwegen aus den gezahlten Versicherungsbeiträgen, weil durch diese nicht die Versicherungsleistung angespart werde. Der Anspruch auf Schadensregulierung bestehe unabhängig von der Gesamthöhe der eingezahlten Beiträge (FG Münster vom 6.4.2016, 13 K 136/15 ).

Aufwendungen für die Inanspruchnahme von Handwerkerleistungen für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen können zu einer Steuerermäßigung führen: Nach der gesetzlichen Regelung ermäßigt sich die tarifliche Einkommensteuer auf Antrag um 20 %, höchstens um 1.200 €, der Aufwendungen.

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