So legalisieren Sie Ihre Haushaltshilfe

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Stellen Sie für haushaltsnahe Tätigkeiten in Ihrem Haushalt einen geringfügig Beschäftigten (Minijobber) ein, erhalten Sie einen Steuerbonus in Höhe von 20 % der Aufwendungen, höchstens 510 € jährlich.

Der jährliche Höchstbetrag wird erreicht bei Aufwendungen für das Arbeitsverhältnis in Höhe von 2.550 € pro Jahr bzw. 212,50 € pro Monat (20 % von 2.550 € = 510 €). Er wird auch dann nicht zeitanteilig gekürzt, wenn das Arbeitsverhältnis nur einen Teil des Jahres besteht.

Voraussetzung für die Steuerermäßigung

Es muss sich um eine geringfügige Beschäftigung (Minijob) im Privathaushalt handeln, bei der Sie als Arbeitgeber am Haushaltsscheckverfahren teilnehmen. Das Finanzamt akzeptiert hier übrigens keine Arbeitsverhältnisse mit Angehörigen, die in Ihrem Haushalt leben.

So funktioniert das Haushaltsscheck-Verfahren

Das sog. Haushaltsscheck-Verfahren ist ein vereinfachtes Melde- und Beitragsverfahren zwischen Ihnen als Arbeitgeber und der Minijob-Zentrale als Einzugsstelle für die Abgaben.

Als Arbeitgeber zahlen Sie für einen 450-Euro-Job im Privathaushalt

  • 5 % des Arbeitslohns an die gesetzliche Rentenversicherung,

  • 5 % an die gesetzliche Krankenversicherung,

  • 2 % Pauschsteuer (entfällt bei elektronischer Lohnsteuerkarte),

  • 1,6 % Beitrag zur gesetzlichen Unfallversicherung und

  • 0,84 % Umlage zum Ausgleich der Arbeitgeberaufwendungen bei Krankheit und Mutterschaft (U1 und U2).

Insgesamt zahlen Sie bis zu maximal 14,44 % des Arbeitslohns.

Den Haushaltsscheck füllen Sie und Ihr Beschäftigter gemeinsam aus und unterschreiben ihn beide. Anhand der Angaben berechnet die Minijob-Zentrale die Pauschalbeiträge zur Sozialversicherung, die Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung, die Umlagen sowie ggf. die Pauschsteuer und zieht die zu zahlenden Abgaben im Lastschriftverfahren halbjährlich von Ihrem Konto ein, und zwar am

  • 15.07. für die Monate Januar bis Juni bzw.

  • 15.01. des Folgejahres für die Monate Juli bis Dezember.

Nach Ablauf des Jahres erhalten Sie von der Minijob-Zentrale zur Vorlage beim Finanzamt eine Bescheinigung über die Höhe des gezahlten Arbeitslohns sowie die darauf entfallenden Abgaben. Dabei gilt: Die Abgaben für in den Monaten Juli bis Dezember erzielten Arbeitslohn, die erst am 15. Januar des Folgejahres fällig werden, gehören noch zu den begünstigten Aufwendungen des Vorjahres.

Was macht die Minijob-Zentrale?

Die Minijob-Zentrale ist nicht nur zentrale Einzugsstelle. Sie bietet Arbeitgebern und Arbeitnehmern ein umfassendes Service- und Informationsangebot (z.B. einen Muster-Arbeitsvertrag für einen 450-Euro-Job im Privathaushalt) und berät zum Versicherungs-, Beitrags- und Melderecht bei geringfügigen Beschäftigungen.

→zur Internetseite der Minijob-Zentrale

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