Haustiere: Betreuungskosten sind steuerbegünstigt

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Das FG Düsseldorf hat Tierbetreuungskosten als Aufwendungen für haushaltsnahe Dienstleistungen anerkannt und damit der Auffassung der Finanzverwaltung widersprochen.

Im entschiedenen Fall hatten Katzenbesitzer während ihres Urlaubs eine Tier- und Wohnungsbetreuerin beauftragt, der sie pro Tag 12 € bezahlten. Im Streitjahr 2012 kamen so insgesamt 302,90 € zusammen, die sie in ihrer Steuererklärung im Bereich der haushaltsnahen Dienstleistungen geltend machten.

Das Finanzamt erkannte die Kosten nicht an und berief sich dabei auf ein entsprechendes Schreiben des Bundesfinanzministeriums.

Die Richter des FG Düsseldorf haben sich jetzt mit ihrem Urteil gegen die Finanzverwaltung gestellt und den Katzenbesitzern Recht gegeben: Die Versorgung von Haustieren habe einen engen Bezug zur Hauswirtschaft des Halters und werde deshalb von der Steuerbegünstigung für haushaltsnahe Dienstleistungen erfasst, erklärten sie.

Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung gehörten zu den haushaltsnahen Dienstleistungen hauswirtschaftliche Verrichtungen, die gewöhnlich durch Mitglieder des privaten Haushalts oder entsprechend Beschäftigte erledigt werden und in regelmäßigen Abständen anfallen. Hierzu zählen nach Auffassung des FG Düsseldorf auch Leistungen, die ein Steuerpflichtiger für die Versorgung und Betreuung des in seinen Haushalt aufgenommenen Haustiers erbringt. Katzen, die in der Wohnung des Halters leben, sind dessen Haushalt zuzurechnen. Tätigkeiten wie die Reinigung des Katzenklos, die Versorgung der Katze mit Futter und Wasser und die sonstige Beschäftigung des Tieres fallen regelmäßig an und werden typischerweise durch den Halter und dessen Familienangehörige erledigt. Sie gehören damit zur Hauswirtschaft des Halters (FG Düsseldorf vom 4.2.2015, 15 K 1779/14 ).

Wegen grundsätzlicher Bedeutung hat das FG Düsseldorf die Revision zum Bundesfinanzhof zugelassen. Ein Aktenzeichen liegt noch nicht vor.

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