Wohnmobil geklaut: Wiederbeschaffung des Inventars ist keine außergewöhnliche Belastung

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Wiederbeschaffungskosten für Hausrat und Kleidung in einem gestohlenen Wohnmobil sind nicht steuerlich abzugsfähig. Ausnahme: Es wurde dafür eine Sachversicherung abgeschlossen.

Den Klägern wurde 2002 ihr während eines Italienurlaubs in einem Hafengebiet abgestelltes Wohnmobil gestohlen. Sie erhielten weder das Fahrzeug noch darin befindliche Kleidung und den Hausrat zurück. Von der Kfz-Versicherung wurde nur der Wert des Fahrzeugs ersetzt.

In der Einkommensteuererklärung machten die Kläger die Aufwendungen für Wiederbeschaffung von Kleidung und Hausrat als außergewöhnliche Belastung geltend. Der Diebstahl des Reisegepäcks sei ein unabwendbares Ereignis. Die normale Hausratversicherung decke den Diebstahl aus dem Wohnmobil nicht ab. Auch eine Reisegepäckversicherung decke den Hausrat im Wohnmobil nicht ab. Das Finanzamt lehnte eine Berücksichtigung der Wiederbeschaffungskosten ab.

Das Finanzgericht Baden-Württemberg sah das genauso. Wiederbeschaffungskosten für Hausrat und Kleidung könnten nur dann als außergewöhnliche Belastung zu einer steuerlichen Entlastung führen, wenn der Steuerpflichtige eine Sachversicherung abgeschlossen habe und die notwendigen Wiederbeschaffungskosten die Leistungen aus der Sachversicherung überstiegen. Das war hier aber nicht der Fall. Nach Sinn und Zweck des § 33 EStG sei eine Abwälzung derartiger Schäden auf die Allgemeinheit dann nicht gerechtfertigt, wenn eine allgemein zugängliche und übliche Versicherungsmöglichkeit nicht wahrgenommen worden sei. Nur wenn Risiken überhaupt nicht versicherbar seien, komme ein Abzug als außergewöhnliche Belastung in Betracht (FG Baden-Württemberg, Urteil v. 7.11.2007 Az. 2 K 441/04).

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