Unterstützungsleistungen: Wie der Wert schädlichen Vermögens zu ermitteln ist

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Unterstützungsleistungen an einen Angehörigen dürfen Sie nur steuermindernd geltend machen, soweit der Empfänger bedürftig ist. Dabei spielen nicht nur die Einkünfte und Bezüge des Unterstützten eine Rolle, sondern auch sein Vermögen.

Eigenes Vermögen, abzüglich Schulden, bleibt unberücksichtigt bis zu einem Verkehrs- bzw. Marktwert von 15.500 Euro (R 33 a.1 Abs. 2 EStR 2008). Außerdem schließen eine Bedürftigkeit nicht aus

  • ein selbst genutztes angemessenes Haus oder eine selbst genutzte angemessene Eigentumswohnung (§ 90 Abs. 2 Nr. 8 SGB XII) sowie
  • Vermögensgegenstände,
    - die aktuell nur sehr deutlich unter Wert verkauft werden können,
    - die einen besonderen persönlichen Wert haben,
    - die zum Haushalt des Bedürftigen gehören.

Doch wie ist der Wert des Vermögens zu ermitteln?

Bei Grundstücken hat der BFH hierzu entschieden, dass sich der Wert zunächst am Verkaufspreis eines vergleichbaren Nachbargrundstückes zu orientieren hat (gemeiner Wert). Erst wenn das nicht möglich ist, dann darf auf die Bodenrichtwerte zurückgegriffen werden.

Von dem so ermittelten Wert sind dann die Belastungen des Grundstücks abzuziehen. Sofern das Grundstück unverkäuflich sein sollte, ist das zu berücksichtigen (BFH, Urteil vom 11.2.2010, Az. VI R 65/08).

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