Pollenallergie mindert Steuerlast

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Müssen Sie allergieauslösende Stoffe aus Ihrem Umfeld entfernen, bleiben Sie leider oft auf Ihren Kosten sitzen. In diesem Fall haben sich aber die Richter des Finanzgerichtes Düsseldorf auf die Seite der Steuerpflichtigen geschlagen: Wegen einer Pollenallergie hatten die Steuerpflichtigen für gut 7000,- Euro 76 Birken fällen lassen müssen. Nur leider hatten sie es versäumt, sich vorher vom Amtsarzt bescheinigen zu lassen, dass es sich um eine medizinische Notwendigkeit handelt. Deshalb versagte das Finanzamt den Abzug der Kosten mit Hinweis auf BFH-Rechtsprechung.

Die mutigen Richter aus Düsseldorf vertreten aber ausdrücklich eine andere Meinung als der BFH. Ihrer Ansicht nach müssen die Kläger zwar die medizinische Notwendigkeit einer Maßnahme sehr wohl nachweisen. Ein nachträglich ausgestelltes amtsärztliches Attest kann dabei aber ausreichen: Wichtig sei dann, dass der Amtsarzt nachvollziehbar darlegen kann, warum er auch nachträglich in der Lage war, über die medizinische Notwendigkeit der Maßnahme zu entscheiden. Im Fall der Baumfäll-Aktion konnte er das anhand von Lungenfunktionstests, die vor dem Fällen der Bäume durchgeführt worden waren.

Steuertipp
Wollen Sie keinen Streit mit dem Finanzamt riskieren, sollten Sie trotz dieses steuerzahlerfreundlichen Urteils immer vor der Durchführung einer solchen Maßnahme ein amtsärztliches Attest einholen. Ist es dazu schon zu spät, müssen Sie ein nachträgliches amtsärztliches Attest vorlegen und zusätzlich die Erklärung des Amtsarztes, dass und warum er die Notwendigkeit auch noch nachträglich beurteilen kann. Legen Sie beides dem Finanzbeamten vor und verweisen Sie auf das Urteil des Finanzgerichtes Düsseldorf 11 K 2589/05 E vom 2.3.2006. Will der Beamte Ihre Kosten trotzdem nicht anerkennen, müssen Sie Einspruch einlegen und mit Hinweis auf die beim BFH anhängige Revision III R 28/06 das Ruhen des Verfahrens beantragen.

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