Heizkosten für denkmalgeschütztes Schloss keine außergewöhnlichen Belastungen

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Heiz- und Betriebskosten eines denkmalgeschützten Schlosses, das zu eigenen Wohnzwecken genutzten wird, sind steuerlich nicht als außergewöhnliche Belastungen abzugsfähig.

Das gilt auch dann, wenn das regelmäßige Heizen zur Erhaltung der historischen Gebäudesubstanz erforderlich ist (FG Münster, Urteil vom 19.11.2009, Az. 8 K 1089/06 E).

Die Anerkennung, so die Richter, scheitere schon an der fehlenden steuerlich zu berücksichtigenden Belastung des Schlosseigentümers. Denn durch das Beheizen werde der Gegenwert geschaffen, die Räume des Schlosses ganzjährig nutzen zu können.

Zudem gehörten die geltend gemachten Kosten in den Bereich der persönlichen Wohn- und Lebensgestaltung. Sie sind daher nicht außergewöhnlich im Sinne von § 33 EStG.

Der Schlosseigentümer ist auch weder durch Gesetz noch aufgrund eines Verwaltungsakts dazu verpflichtet, das Schloss regelmäßig ganzjährig zu beheizen.

Fazit der Richter: Allein die Verpflichtung, das Baudenkmal zu erhalten, begründet keine besondere, über das Zumutbare hinausgehende Pflicht, die zur steuerlichen Abzugsfähigkeit der Kosten führt.

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