Dioxin: So setzen Sie die Sanierungskosten ab

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Lassen Sie Ihr dioxinverseuchtes Grundstück sanieren, dann zählen die Kosten zu den außergewöhnlichen Belastungen allgemeiner Art.  Allerdings müssen Sie bestimmte Spielregeln beachten -  und zwar bevor Sie mit der Sanierung beginnen!

Dioxin ist giftig. Da wohnt es sich erst wieder gut in den eigenen vier Wänden, wenn das Gift beseitigt ist. Doch die Sanierung ist teuer. Deshalb hilft Vater Staat mit einer Steuervergünstigung. Aber: Die Abzugsvoraussetzungen sind streng.

Abzugsfähig sind die Kosten, wenn (BFH, Urteil vom 20.12.2007, Az. III R 56/04)

  • Sie als Grundstückseigentümer kein Verschulden an der Verseuchung trifft und
  • die Schadstoffbelastung für Sie beim Kauf des Grundstücks nicht zu erkennen gewesen ist und
  • Sie Schadensersatzansprüche gegen Dritte nicht realisieren können und
  • Sie zur Sanierung des Grundstücks verpflichtet sind oder laut eines vor der Sanierung erstelltem  amtlichen Gutachten eine konkrete Gesundheitsgefährdung besteht.

Außerdem muss es sich bei dem Grundstück um einen Gegenstand des existenznotwendigen Wohnbedarfs handeln. Das ist bei einem angemessenen Hausgrundstück der Fall, soweit es nicht über das Notwendige und übliche hinausgeht.

Gemeint ist ein kleines Einfamilienhaus bzw. unseres Erachtens auch eine kleine Eigentumswohnung. Was klein ist, richtet sich danach, wie viele Personen dort leben.

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