Dem Finanzamt Zähne zeigen: Fest implantierter Zahnersatz als außergewöhnliche Belastung

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Zähne braucht der Mensch, stellte das FG Berlin-Brandenburg fest. Und die dürfen auch ruhig fest sitzen.

Die Methode, statt eines herausnehmbaren Gebisses die "Dritten" zu implantieren, ist heute gängiger Standard und gehört nicht zu den sogenannten alternativen oder Außenseitermethoden. Dann nämlich wäre die Anerkennung als außergewöhnliche Belastung schwierig geworden.

So steht fest: Die Anschaffung der Implantate war medizinisch indiziert - insbesondere handelt es sich auch nicht um vorbeugend angefallene Aufwendungen. Dass die Anschaffung notwendig war, steht ebenfalls außer Frage. Die Patientin muss auch nicht zu einer preiswerteren Methode greifen, so die Richter. Der festsitzende Zahnersatz verbessert die Kaufähigkeit und führte im vorliegenden Fall auch zu einer Verbesserung der Artikulationsfähigkeit. Die Wahl der festsitzenden Implantate stellt daher nicht nur eine kosmetisch höherwertige Versorgung dar, sondern kann auch medizinisch begründet werden.

Zwar erstatten die gesetzlichen Krankenkassen nicht die Aufwendungen für einen implantierten Zahnersatz - dies steht der steuerrechtlichen Beurteilung als außergewöhnliche Belastung jedoch nicht entgegen.

Das Urteil ist rechtskräftig (FG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 28.11.2007, Az. 2 K 5507/04, EFG 2008 S. 544).

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