BFH: Bei Unterhalt für Lebensgefährten gelten für Sozialamt und Finanzamt gleiche Maßstäbe!

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Unterstützungsleistungen erkennt das Finanzamt normalerweise nur an, soweit dem Zahlenden selbst genug zum Leben bleibt. Diese Abzugsbeschränkung darf es jedoch nicht vornehmen bei unverheirateten Paaren, die zusammenleben.

Zahlungen an einen unterhaltsberechtigten Angehörigen erkennt der Finanzbeamte nur an, soweit Ihnen selbst noch genug zum Leben bleibt. Um diese "Opfergrenze" kümmern sich die Sozialbehörden jedoch nicht, wenn Sie mit Ihrem Lebensgefährten zusammenwohnen: Obwohl Sie nicht miteinander verheiratet sind, müssen Sie Ihr gesamtes Einkommen mit Ihrem Partner teilen!

Dieses Messen mit zweierlei Maß lässt der BFH nicht mehr zu: Deshalb darf auch der Finanzbeamte in diesem Fall keine Opfergrenze mehr berücksichtigen (BFH, Urteil vom 29.5.2008, Az. III R 23/07, BFH/NV 2008 S. 1911).

Der Abzug Ihrer Zahlungen ist also nur noch durch den Unterhaltshöchstbetrag beschränkt.

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