Seite 2 von 2 ErsteErste 12
Ergebnis 11 bis 20 von 20

Thema: Fehler / Ermittlung des Nettoeinkommens

  1. #11
    Zitat Zitat von Adi Beitrag anzeigen
    Er hat nur eine Pension auf Lohnsteuerkarte, diese trägt er bei sich in Anlage N ein. Bei der Ehefrau trägt er nichts ein, weil keine Einkünfte. Die SSE muss zu Berechnung der Opfergrenze jedem das gesamte Einkommen zurechnen. Hier geht es nicht um die Berechnung des zu versteuernde Einkommen, sondern es geht darum: wie wird die Opfergrenze der Eheleute ermittelt. Er trägt nichts doppelt ein.
    Ok, nun habe ich verstanden. Ich habe einen vergleichbaren Fall mit nur einem Kind. Und da dieses Kind im elterlichen Haushalt lebt, ist kein Geld geflossen. Demzufolge hatte ich Bedenken, bei einer Angabe beider Elternteile als Unterstützer, weil dann Zeiträume und Beträge für geflossene Gelder anzugeben sind. Außerdem war es für mich überaus verwirrend, dass ich zwei unterstützte Haushalte angeben sollte. Da nur eine Person in einem Haushalt unterstützt wurde und das Programm auch zulässt, dass nur ein Elternteil unterstützen kann, habe ich nur den Steuerpflichtigen als Unterstützer angegeben. Bei ihm musste keinen Betrag erfassen, weil das Programm den Höchstsatz unterstellt. Es handelt sich um das Steuerjahr 2017 und das FA hat bisher noch keinen Bescheid erstellt.

    Die Unterstützung durch beide Elternteile macht m. E. dann Sinn, wenn beide getrennt veranlagt werden.

  2. #12
    Junior Member
    Registriert seit
    10.02.2019
    Beiträge
    4
    Hilfe aus Programm
    Wenn beide Ehepartner dieselbe Person unterstützen, z.B. das gemeinsame Kind, müssen Sie die Unterstützung bei beiden Ehepartnern erfassen.

    Wichtig ist, dass Sie bei jedem unterstützenden Partner nur die von ihm geleisteten Beträge erfassen.
    Außerdem ist es wichtig, dass Sie bei der unterstützten Person jeweils Angaben zu »Leistungen anderer Personen« machen. Die andere Person ist in diesem Fall der andere Partner.
    So siehts aus. Gemeinsame oder getrennte Veranlagung spielt keine Rolle.

  3. #13
    Zitat Zitat von boers Beitrag anzeigen
    Hilfe aus Programm
    Danke, das habe ich auch gelesen. Aber das Kind hat außer Kost und Logis nur minimale finanzielle Zuwendungen erhalten. Demzufolge würden die von den Elternteilen tatsächlich geleisteten Beträge nie an die reale Leistung herankommen.

    Deshalb habe ich nur den Vater als Unterstützer angegeben. Dabei wird der Unterstützungshöchstbetrag von 8.820 € vom Programm erzeugt, eingestellt und das Programm der SSE errechnet die gleiche Steuer wie empfohlenen Fall, bei dem ich selbst fikive Beträge erfinden müsste. Die Frage ist nur, was ist richtig?

    Zitat Zitat von Adi Beitrag anzeigen
    Steht doch alles in der SteuerSparerklärung :Bei Ehe-/Lebenspartnern ermittelt sich das »Nettoeinkommen« aus dem Einkommen beider Ehe-/Lebenspartner.Den Betrag, bis zu dem Unterstützungsleistungen anerkannt werden, nennt man »Opfergrenze«.

    Zur Berechnung der Opfergrenze dient das gemeinsame Einkommen der Eheleute. Soweit alles in Ordnung
    Warum wird das gemeinsame Einkommen bei jedem Elternteil explizit angegeben? Einmal sollte doch reichen. Es wird doch auch nur einmal berücksichtigt.

    Auch die Überschrift für die Unterstützer ist sehr irritierend. Da steht für den Ehemann "Unterhalt für die bedürftige Personen Fritz" und für die Ehefrau "Unterhalt für die bedürftige Personen Frieda". Das sollen doch die Unterstützer sein!

    Und das man dann seinen eigenen Haushalt unterstützen muss, ist auch sehr gewöhnungsbedürftig.
    Geändert von Trekker (13.02.2019 um 14:16 Uhr) Grund: Redaktionell

  4. #14
    Zitat Zitat von Trekker Beitrag anzeigen
    Es handelt sich um das Steuerjahr 2017 und das FA hat bisher noch keinen Bescheid erstellt.
    Inzwischen habe ich den Bescheid für 2017. Und obwohl ich - wie in zwei Vorjahren - nur ein Elternteil als Unterstützer angegeben habe, wurde alles anerkannt. Es erscheint mir auch völlig unlogisch, wenn beide Elternteile eines intakten Haushaltes jeweils ihren eigenen Haushalt unterstützen sollen und dabei jeweils das gemeinsame Nettoeinkommen als Berechnungsgrundlage herangezogen wird.

    Wurde hier vielleicht etwas einfaches umständlich umgesetzt?

    Oder, warum lässt das Programm bei zwei Elternteilen auch die Unterstützung durch ein Elternteil zu?

    Was ist richtig?
    Geändert von Trekker (Gestern um 15:21 Uhr)

  5. #15
    Administrator
    Registriert seit
    27.01.2001
    Beiträge
    5.005
    Bei einer Einzelveranlagung von Ehegatten kann es sinnvoll sein, die Unterstützung getrennt zu erfassen.
    Martin Jung
    Entwicklung und Support

  6. #16
    Zitat Zitat von Martin Jung Beitrag anzeigen
    Bei einer Einzelveranlagung von Ehegatten kann es sinnvoll sein, die Unterstützung getrennt zu erfassen.
    Meines Erachtens wird die getrennte Erfassung der Unterstützung in diesem Fall Pflicht sein. Und nachdem ich dies bereits im Beitrag #11 vermutet habe, hat sich Boers daraufhin auf die Programmhilfe bezogen, die da schreibt "
    Wenn beide Ehepartner dieselbe Person unterstützen, z.B. das gemeinsame Kind, müssen Sie die Unterstützung bei beiden Ehepartnern erfassen.

    Wichtig ist, dass Sie bei jedem unterstützenden Partner nur die von ihm geleisteten Beträge erfassen.
    Außerdem ist es wichtig, dass Sie bei der unterstützten Person jeweils Angaben zu »Leistungen anderer Personen« machen. Die andere Person ist in diesem Fall der andere Partner.
    Sein Kommentar dazu: "Gemeinsame oder getrennte Veranlagung spielt keine Rolle." blieb abgesehen von meinen Zweifeln ungehört.

    Und wenn bei einer Einzelveranlagung von Ehegatten die Unterstützung getrennt zu erfassen ist, dann ist sie bei der gemeinsamen Veranlagung gemeinsam zu erfassen bzw. dort muss keine doppelte Netto-Einkommensermittlung mit jeweils dem gleichen Einkommen je Ehepartner durchgeführt werden.

    Wahrscheinlich wollte man im Programm etwas einsparen und hat zu Lasten der Übersicht und Logik alles in einem Ablauf programmiert. Stimmt aber auch nicht ganz, weil, wenn ich nur einen als Unterstützer eintrage, kommt auf jeden Fall ein richtiges Ergebnis raus.

    Ich würde mir wünschen, dass dies im 2019er Programm transparenter gestaltet wird, bevor ich meine 2018er Steuererklärung ausfertige.

  7. #17
    Derzeit nicht aktiv
    Registriert seit
    30.01.2009
    Ort
    Karlsruhe
    Beiträge
    1.378
    Einzelveranlagung bedeutete allerdings auch: Hat ein Ehepartner keine Einkünfte, verschenke ich einen Grundfreibetrag in Höhe von derzeit 9000 €. Der Splitting Vorteil, maximal ca. 6000 € ist weg.

  8. #18
    Zitat Zitat von Adi Beitrag anzeigen
    Einzelveranlagung bedeutete allerdings auch: Hat ein Ehepartner keine Einkünfte, verschenke ich einen Grundfreibetrag in Höhe von derzeit 9000 €. Der Splitting Vorteil, maximal ca. 6000 € ist weg.
    Was soll dieser Einwand? Niemand hat gefordert, dass man den Vorteil der Zusammenveranlagung aufgeben soll. Und schon gar nicht, um diesem Programm gerecht zu werden.

    Letztendlich gibst Du mit diesem Einwand zu, dass dieses Programmmodul eher auf die relativ wenigen Einzelveranlagten zugeschnitten ist.

  9. #19
    Derzeit nicht aktiv
    Registriert seit
    30.01.2009
    Ort
    Karlsruhe
    Beiträge
    1.378
    War als Hinweis gedacht, dass man beim abwägen, ob Einzel-oder Zusammenveranlagung günstiger ist, eine Entscheidung unter -Einbeziehung aller Fakten insgesamt treffen muss. Aber genau für diesen Fall habe ich mir die SSE zugelegt. Ich kanns nicht ausrechnen.

  10. #20
    Zitat Zitat von Adi Beitrag anzeigen
    War als Hinweis gedacht, dass man beim abwägen, ob Einzel-oder Zusammenveranlagung günstiger ist, eine Entscheidung unter -Einbeziehung aller Fakten insgesamt treffen muss. Aber genau für diesen Fall habe ich mir die SSE zugelegt. Ich kanns nicht ausrechnen.
    Das ist eine andere Baustelle, die vom Thema ablenkt.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •