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Thema: So, jetzt hänge ich hier fest (Sofort-AfA <-> Nutzungsdauer)

  1. #1
    Junior Member
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    So, jetzt hänge ich hier fest (Sofort-AfA <-> Nutzungsdauer)

    Hallo zusammen.

    Folgendes, ich habe mir für meinen Drucker einen neuen Toner und für die defekte Festplatte des bereits abgeschriebenen Computers nun eine SSD (ähnlich Festplatte) gekauft. Klar, beide sind nicht selbständig nutzbare Wirtschaftsgüter, kommen also definitiv in die AfA.

    Beim Eingeben der SSD in die Rubrik „Abschreibung“ –> „Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens“ stehe ich nun vor dem Problem, diese SSD nun sofort abschreiben zu können. Erfasst werden muss dies ja im Anlagevermögen.

    Aber es gibt keine Möglichkeit der sofortigen Abschreibung. 2 Möglichkeiten: Nutzungsdauer und Sammelposten?

    Kann man dem Dilemma entgehen indem man einfach bei Nutzungsdauer 1 Jahr eingibt? Ich würde mich über Eure Hinweise, Erfahrungen und Tipps freuen. Ach ja, das Gleiche steht mir ja noch mit dem Toner bevor. Oder kann man diesen einfach als Verbrauchsmaterial in Bürokosten buchen?

    Vielen Dank vorab.

    1.jpg
    Geändert von Sppitreuerts (10.01.2019 um 17:20 Uhr)

  2. #2
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    Mein Fehler, in der Hilfe steht, dass Sofortabschreibungen nur für selbständig nutzbare Wirtschaftsgüter gelten. Das SSD ist aber nicht selbständig nutzbar. Also normal über 3 Jahre abschreiben?

    Die GWG-Abschreibung steht allen Unternehmen offen. Sie ist eine Sonderform der planmäßigen Abschreibung und eine Alternative zur linearenAbschreibung, aber nur zulässig bei geringwertigen, selbstständig nutzbaren Wirtschaftsgütern mit niedrigen Anschaffungskosten (Grenzwerte bis 2017: 410,– €/1.000,– €; Grenzwerte ab 2018: 800,– €/1.000,– €). […]

  3. #3
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    Der Toner gehört zu den Verbrauchsgüter, also Büromaterial. Austausch einer Festplatte fällt unter Reparaturen und wird unter "Sonstigen Betriebsausgaben gebucht.

  4. #4
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    Besten Dank. Das mit den Reparaturen vermute ich. Ich war mir nur nicht sicher, ob es dem bereits abgeschriebenen Computer zugeordnet werden müsste. Prima, dass ich für diesen nicht sooo gewöhnlichen Fall eine Lösung von dir bekam.

  5. #5
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    Werden Computerbestandteile durch in etwa gleichwertige ersetzt (z.B. die defekte Festplatte, defekter Monitor), dann wird etwas Vorhandenes durch Neues ersetzt. Ihre Ausgaben sind dann im Jahr des Anfalls in voller Höhe als Erhaltungsaufwand (Reparaturen) abziehbar – gleichgültig, ob sie mehr oder weniger als 800,– € (ohne MwSt.) betragen.

    Sollte aber der PC durch den Austausch von Computerbestandteilen in seinem Wesen erheblich verändert oder in seiner Nutzungsmöglichkeit wesentlich verbessert werden (z.B. Austausch der Grafikkarte gegen eine wesentlich leistungsfähigere), so nimmt das Finanzamt nachträgliche Anschaffungskosten an mit der Folge, dass diese dem Restwert des PC hinzugeschlagen und damit zusammen auf die Restnutzungsdauer verteilt werden. Werden wesentliche Bestandteile des Computers (z.B. Prozessor) ausgetauscht, darf das Finanzamt ausnahmsweise die Restnutzungsdauer neu schätzen und somit verlängern (Verfügung der OFD Berlin vom 2.6.2000, FR 2000 S. 949).

  6. #6
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    Talberg, auch dir besten Dank für die Info. Sehr ausführlich und verständlich.

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