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Thema: Betriebsausgabenpauschale

  1. #1

    Betriebsausgabenpauschale

    Sehe ich das richtig, dass man im Rahmen der Gewinnermittlung unter "Einnahmen/Ausgaben" -> "Betriebsausgabenpauschale" und dort unter "Angaben zur Betriebsausgabenpauschale/Freibetrag nach § 3 Nr. 26 ff." zwar "Ja" anklicken kann, die Pauschale in Höhe von 2.455 Euro in der Berechnung der Betriebsausgaben aber unberücksichtigt bleibt?

    Denn der Betrag unter "Tatsächliche Betriebsausgaben" ändert sich nicht, wenn man gerne die Betriebsausgabenpauschale verwenden möchte und ein "Ja" gesetzt hat. Auch im Formular der EÜR bleibt die Zeile 23 für die Betriebsausgabenpauschale leer. Das scheint mir hier ein Fehler zu sein.

    Muss man also weiterhin, wenn man die Betriebsausgabenpauschale ansetzen möchte, unter "Pauschale Ermittlung der Betriebsausgaben?" ein "Nein" setzen und die Pauschale dann händisch unter "Sonstige Betriebsausgaben" (2.455,00 | 0 % | 2.455,00) erfassen??

    Max

  2. #2
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    Eine Pauschale ist keine tatsächliche Betriebsausgabe. Wie hoch sind die tatsächlichen Kosten?
    Und haben Sie tatsächlich die Pauschale nach § 3.26 gewählt?
    Martin Jung
    Entwicklung und Support

  3. #3
    Ja, ich möchte für eine "Journalistische Haupttätigkeit" auf die Betriebskostenausgabenpauschale in Höhe von 2.455,00 Euro zurückgreifen.

    Dazu klicke ich auf "Ja" unter "Pauschale Ermittlung der Betriebsausgaben?" (Menü Einnahmen/Ausgaben-Betriebsausgabenpauschale).

    Entsprechend wird auch im Fenster darunter der Wert "2.455 €" angezeigt.
    In der Zeile unten drunter steht zudem der Betrag der an das FA gezahlten Umsatzsteuer.

    Nun müsste sich doch unter "Ansatz der tatsächlichen Betriebsausgaben" ein Betrag von Betriebsausgabenpauschale + Tatsächliche Betriebsausgaben (= hier in 2017 an das FA gezahlte Umsatzsteuer) ergeben. Also wenn z.B. an das FA 1.000 Euro USt. bezahlt wurden, müsste sich im Formular, wenn man die Zeile 23 (2.455) mit der Zeile 50 (1.000) addiert, in Zeile 65 der EÜR ein Betrag von 3.455 (Summe Betriebsausgaben) ergeben.

    Wie eingangs geschrieben, bleibt aber die Zeile 23 leer. Die Betriebsausgabenpauschale bleiben unberücksichtigt, obwohl man diese ja ansetzen möchte und die "Pauschale Ermittlung der Betriebsausgaben" mit "Ja" bestätigt hat.

  4. #4
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    Wenn Sie eine Pauschale in die Zeile 23 eintragen, sind keine weiteren Betriebsausgaben abziehbar, da diese mit der Pauschale abdeckt sind. Entweder Pauschale oder tatsächliche Betriebsausgaben, beides geht nicht.
    Geändert von Adi (15.04.2018 um 20:26 Uhr)

  5. #5
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    Beachten Sie doch bitte auch die Hinweise des Prüfers!
    Martin Jung
    Entwicklung und Support

  6. #6
    Ich glaube hier liegt ein Missverständnis vor.

    Die in 2007 vereinnahmte Umsatzsteuer, wurde quartalsweise an das FA
    weitergereicht. Die Zahlung dieser Umsatzsteuer an das FA gehört in
    meiner EÜR zu den Betriebsausgaben und wird in einem speziellen
    Posten der EÜR vermerkt.

    Nach der hier von Ihnen angesprochenen "Entweder-Oder"-Logik dürfte
    ich ja nie die Betriebskostenpauschale verwenden, da ich die
    vereinnahmte Umsatzsteuer quartalsweise an das FA zahle und dadurch
    Betriebsausgaben entstehen. Oder andersherum: Wenn ich die
    Betriebskostenpauschale verwenden möchte, brauche ich keine
    Umsatzsteuervorauszahlungen an das FA mehr leisten
    (Betriebsausgabe), da ich mich auf eine Pauschale berufe.

    Zudem stellt die Umsatzsteuer (Einnahme + Ausgabe) nur eine Art Gewinnverschiebung dar.

    Es bleibt daher meines Erachten weiterhin Raum für die Betriebskostenpauschale, die das Programm aber fehlerhaft nicht anwendet.

    Ich habe in der EÜR bei den Ausgaben zwei Posten:

    1. In Rechnungen ausgewiesene, erhaltende und an das FA pro Quartal per Umsatzsteuervorauszahlungen weitergereichte Umsatzsteuer (Betriebsausgabe).

    2. Ansatz der Betriebsausgabenpauschale i.H.v. 2.455,- Euro. Daneben
    möchte ich ja keine einzelnen Ausgaben mehr ansetzen - nur die
    Pauschale. Damit halte ich mich an die "Entweder-Oder"-Regel.

    Umsatzsteuervorauszahlungen + Pauschale = Betriebsausgaben.

    Dazu muss man aber in Zeile 23 der EÜR den Höchstbetrag der
    Pauschale angeben können. Im Programm ist das nicht möglich. Das
    Programm übersicht, dass es sich bei den anderen Ausgaben um
    Umsatzsteuervorauszahlungen handelt.

    Somit muss man komischerweise die Betriebsausgabenpauschale unter
    "Sonstige Ausgaben" händisch eintragen.

    Irgendwie merkwürdig.

    Vielleicht ist dieser Fall im Programm nicht bedacht worden?

  7. #7
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    Da ging s um Ihr Problem:
    Die Entscheidung des Finanzamts ist richtig, da die Betriebsausgabenpauschale sämtliche Betriebsausgaben abgelten soll (siehe LfSt Bayern, 31.10.2005, S 2144 - 8 St 32/St 33); es können also nicht zusätzlich zu dieser Pauschale weitere Betriebsausgaben (also auch nicht Umsatzsteuerzahlungen an das Finanzamt) geltend gemacht werden.
    Wenn der Steuerpflichtige sie für unzutreffend (d.h. zu niedrig) hält, muss er die höheren tatsächlichen Betriebsausgaben einzeln nachweisen.
    Es gilt das Prinzip: entweder - oder.

    Selbstverständlich müssen Sie die Umsatzsteuerzahlungen an das Finanzamt überweisen. Ob das dann Betriebsausgaben sind ist eine andere Frage.
    Warum stellen Sie nicht auf tatsächliche Betriebsausgaben um ?
    Geändert von Adi (16.04.2018 um 19:02 Uhr)

  8. #8
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    Umsatzsteuerzahlungen sind Betriebsausgaben.

  9. #9
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    Wenn er sich für die Pauschale entscheidet kann er die USt-Zahlungen nicht noch zusätzlich absetzen. Steht doch im obigen Text /LFST Bayern 31.10.2005, S 2144 -8 ST/St 33.

  10. #10
    Die Betriebsausgabenpauschale ist für mich günstiger, da ich nur wenige
    Ausgaben habe.

    Leider verstehe ich es noch nicht:

    Wenn ich die Betriebskostenpauschale als Betriebsausgabe nicht (mehr) geltend machen kann, weil ich aufgrund meiner Umsatzsteuervorauszahlungen in der EÜR Ausgaben bereits ganz konkret angebe, bedeutet dies, dass ich am Ende gar keine Betriebsausgaben ansetze.

    Denn die vereinnahmte Umsatzsteuer gehört zu meinen Einnahmen und dann gleich wieder zumeinen Ausgaben. Im Ergebnis für mich eine 0.

    Es würde auch bedeuten, dass ich bei Umsatzsteuervorauszahlungen an das FA (= Betriebsausgabe) in der EÜR NIEMALS die Betriebskostenpauschale ansetzen könnte, sondern die Ausgaben stets einzeln anführen müsste. Und das wäre ja ein enormer Nachteil für mich, nur weil ich für das FA Umsatzsteuer einziehe und anschließend an das FA weiterreiche.

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