Folgender Textteil aus dem Steuerkompass ist aus meiner Sicht unverständlich oder zum Teil auch widersprüchlich mit anderen Angaben:

"Nach § 3 Nr. 13 EStG bleiben die aus öffentlichen Kassen zusätzlich gezahlten Reisekostenvergütungen steuerfrei. Dazu gehören Kilometergelder, Verpflegungsmehraufwendungen und Übernachtungskosten. Rechnen Sie also aus Ihrer Aufwandsentschädigung zunächst die Reisekostenvergütungen heraus. Erst dann wenden Sie auf die verbliebene Aufwandsentschädigung die Schätzungsrichtlinie an. ...

Sie können jederzeit die Höhe Ihrer tatsächlichen gesamten Aufwendungen nachweisen, wenn Sie dabei besser wegkommen als bei der pauschalen Ermittlung. Dann ist der die Aufwandsentschädigung übersteigende Aufwand als Betriebsausgaben absetzbar (R 3.12 Abs. 4 Satz 3 LStR 2015).

Die Schätzungsrichtlinie kommt nicht zur Anwendung, wenn von der zahlenden Organisation festgelegt ist, welcher Betrag als Aufwandsersatz und welcher als Ersatz für Verdienstausfall oder Zeitaufwand gezahlt wird."


An anderer Stelle heißt es, dass durch den Freibetrag (wohl 2400 €/ Jahr) sämtliche Aufwendungen abgegolten sind.

Nach dem ersten Absatz würde das bedeuten: gesamte Einnahmen minus Reisekostenvergütungen minus Steuerfreibetrag gleich steuerpflichtige Einnahme. Das widerspricht dem Hinweis in der Steuersoftware, dass alle Aufwendungen durch den Freibetrag (sofern sie nicht höher sind) abgegolten sind.
Oder wird da differenziert zwischen Reisekostenvergütungen, sonstigen (fiktive) Aufwendungen welcher Art auch immer und dem Aufwandsersatz für Zeitaufwand oder Verdienstausfall?
Der dritte Absatz spricht nicht mehr von einem Freibetrag. Bedeutet das dann: sämtliche Einnahmen minus festgelegte Kostenerstattung gleich steuerpflichtiger Anteil ohne Freibetrag?