Voller Fahrtkostenabzug jetzt auch für längere Dienstreisen bis 2007

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Die Drei-Monats-Frist bei längerfristiger Dienstreise gibt es nicht mehr! Das gilt jetzt auch für die Jahre bis 2007. Damit können Sie, etwa bei längerer Abordnung zeitlich unbegrenzt Fahrtkosten voll absetzen. Endlich gibt die Finanzverwaltung klein bei.

Sind Sie länger auswärts beruflich tätig, wurde bisher der auswärtige Einsatzort ab dem vierten Monat vom Finanzamt zur regelmäßigen Arbeitsstätte erklärt. Konsequenz: Nur innerhalb der Drei-Monats-Frist konnten Sie die Fahrten zum Einsatzort mit der günstigen Reisekostenpauschale oder den tatsächlichen Fahrtkosten absetzen. Danach galten die Einschränkungen nach den Regeln der Entfernungspauschale.

Der Bundesfinanzhof aber hat zu Gunsten der Steuerzahler entschieden: Eine auswärtige Tätigkeitsstätte wird nicht durch bloßen Zeitablauf zur regelmäßigen Arbeitsstätte. Damit hat er die Drei-Monats-Frist gekippt (Urteil vom 10.4.2008, Az. VI R 66/05). Nach langem Zögern hat die Finanzverwaltung nun endlich entschieden: das Urteil wird im Bundessteuerblatt veröffentlicht und ist deshalb ab sofort auch für die Jahre vor 2008 von allen Finanzbeamten anzuwenden (OFD Rheinland vom 13.10.2008, Kurzinfo ESt 48/2008, DB 2008 S. 2334). Das gilt für alle noch nicht bestandskräftigen Steuerbescheide. Das bedeutet: Davon profitieren Sie, wenn Sie

  • unserem Rat in den "Steuertipps" gefolgt sind und in diesem Punkt Einspruch gegen Ihren Steuerbescheid eingelegt haben;
  • Steuererklärungen bis 2007 noch nicht abgegeben haben oder
  • Ihr Steuerbescheid noch nicht bestandskräftig ist.

Was bislang erst ab 2008 galt, gilt jetzt also auch für die Jahre davor: Sie können zeitlich unbegrenzt Ihre Fahrten bei Dienstreisen/beruflicher Auswärtstätigkeit

  • mit dem eigenen Pkw mit der Reisekostenpauschale von 0,30 Euro je gefahrenem km oder
  • den tatsächlichen Fahrtkosten/Fahrzeugkosten absetzen.

Für den Ansatz von Verpflegungskosten gilt aber weiterhin die Drei-Monats-Frist.

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