Voller Fahrtkostenabzug bei Einsatzwechseltätigkeit

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Fahrten mit dem eigenen Pkw bei Einsatzwechsel- oder Fahrtätigkeit sind unabhängig von der Entfernung zur Wohnung als Reisekosten absetzbar. Das gilt auch für die Jahre bis 2007.

Bei Arbeitnehmern mit Einsatzwechseltätigkeit oder Fahrtätigkeit erkannten die Finanzämter bis zum Jahr 2007 nur dann die günstigere Reisekostenpauschale an, wenn die Einsatzstelle mehr als 30 km von der Wohnung entfernt war. War die Entfernung geringer, konnten Sie nur die Entfernungspauschale als Fahrtkosten geltend machen.

Jetzt aber hat der Bundesfinanzhof entschieden: die Fahrtkosten zu ständig wechselnden Einsatzstellen sind ohne Mindestentfernung immer voll als Werbungskosten absetzbar. Damit hat der Bundesfinanzhof die sogenannte 30-Kilometer-Grenze endgültig gekippt (BFH, Urteil vom 18.12.2008, VI R 39/07, DB 2009 S. 486). Von diesem Urteil profitieren Sie, wenn Sie

  • unserem Rat in den "Steuertipps" gefolgt sind und in diesem Punkt Einspruch gegen den Steuerbescheid eingelegt haben,
  • Steuererklärungen bis 2007 noch nicht abgegeben haben oder Ihr Steuerbescheid in diesem Punkt noch nicht bestandskräftig ist.

Was bislang erst ab 2008 galt, gilt jetzt also auch für die Jahre davor: Fahrten innerhalb der 30-Kilometer-Grenze bei Einsatzwechseltätigkeit oder Fahrtätigkeit sind zeitlich unbegrenzt mit der Reisekostenpauschale bzw. den tatsächlichen Fahrtkosten absetzbar.

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