USA-Studienreise einer Englischlehrerin: Werbungskosten?

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Wer eine Studienreise unternimmt, die sowohl beruflich als auch privat motiviert ist, kann die Aufwendungen dafür nur dann steuerlich geltend machen, wenn sich die beruflichen und privaten Reiseanteile objektiv voneinander trennen lassen.

Dies hat das FG Münster im Fall einer Englischlehrerin klargestellt, die in den Osterferien mit Kollegen an einer sechstägigen organisierten Studienreise in die Neuenglandstaaten der USA teilgenommen und die Kosten hierfür als Werbungskosten geltend gemacht hatte.

Anlaufpunkte der Reise waren ausschließlich bekannte Orte und Sehenswürdigkeiten von touristischem Interesse. Das Finanzamt erkannte die Reisekosten nicht an.

Das FG Münster folgte der Ansicht der Behörde und wies die Klage ab. Selbst wenn die Reise auf die Lehrpläne des Englischunterrichts abgestimmt gewesen sein sollte, belege der Inhalt des Reiseprogramms, dass die Klägerin die Studienreise auch wesentlich aus privaten Motiven angetreten habe, so das Gericht. Die nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes gebotene steuerliche Berücksichtigung der auf den beruflichen Teil entfallenden Aufwendungen setze voraus, dass die beruflichen und privaten Veranlassungsteile der Reise nach objektiven Maßstäben voneinander getrennt werden könnten. Hieran fehle es im Streitfall. Keiner der Programmpunkte der Reise habe ein ausschließlich berufliches Spezifikum enthalten. Eine Schätzung der beruflich motivierten Veranlassungsteile sei nicht möglich; so das FG abschließend (FG Münster, Urteil vom 27.8.2010, Az. 4 K 3175/08 E).

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