Unfallkosten sind wieder absetzbar!

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Jetzt ist es amtlich: Bei der Entfernungspauschale gilt rückwirkend ab 1.1.2007 wieder das alte Recht 2006. Einige Steuerzahler dürfen jetzt nochmals auf eine nachträgliche Steuererstattung hoffen.

Das "Gesetz zur Fortführung der Gesetzeslage 2006 bei der Entfernungspauschale" vom 20.4.2009 (BGBl. I S. 774) tritt in Kraft. Damit wird ab sofort bei der Entfernungspauschale "punktgenau und unbefristet" rückwirkend ab 1.1.2007 die Rechtslage 2006 wiederhergestellt. Das bedeutet für Sie:

  • Es steht endgültig fest, dass die Entfernungspauschale ab dem ersten Kilometer 0,30 Euro je Entfernungskilometer beträgt.
  • Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fährt, kann statt der Entfernungspauschale höhere tatsächliche Fahrtkosten ansetzen. Davon profitieren vor allem Pendler, die für einen eher kurzen Weg zur Arbeit Bahn oder Bus benutzen.
  • Unfallkosten auf dem Weg zwischen Wohnung und Arbeitsstätte sind zusätzlich zur Entfernungspauschale als Werbungskosten absetzbar.

Dies gilt ab sofort für alle Steuererklärungen. Für bereits abgegebene Steuererklärungen 2007 und 2008 sollten Sie entstandene Unfallkosten oder höhere Fahrtkosten für öffentliche Verkehrsmittel Ihrem Finanzamt jetzt nachmelden. Ein Muster-Schreiben finden Sie hier.

Diese Mitteilung muss das Finanzamt noch bis zum Ablauf der vierjährigen Festsetzungsfrist berücksichtigen. Denn bislang ergangene Steuerbescheide 2007 und 2008 sind hinsichtlich der Aufwendungen für den Weg zur Arbeit vorläufig. Das Finanzamt wird dann Ihren Steuerbescheid ändern und die zu viel bezahlte Steuer erstatten. Auch wenn Sie bereits einen wegen der Entfernungspauschale geänderten Steuerbescheid 2007 erhalten haben, kann dieser nochmals geändert werden.

Künftige Steuerbescheide werden hinsichtlich der Entfernungspauschale nicht mehr vorläufig ergehen (BMF-Schreiben vom 23.4.2009, IV A - S 0338/07/10010-02). Das bedeutet für Sie: Hat Ihr neuer Steuerbescheid keinen Vorläufigkeitsvermerk, müssen Sie innerhalb der einmonatigen Einspruchsfrist bisher nicht geltend gemachte Fahrt- oder Unfallkosten beim Finanzamt nachmelden.

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