Unfallkosten sind bald wieder absetzbar!

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Der Gesetzentwurf zur Entfernungspauschale ist da und kann sich sehen lassen: Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fährt oder einen Unfall auf dem Weg zur Arbeit hatte, darf auf eine zusätzliche Steuererstattung hoffen.

Der Name sagt schon alles: "Entwurf eines Gesetzes zur Fortführung der Gesetzeslage 2006 bei der Entfernungspauschale"(BT-Drs. 16/12099). Mit diesem Gesetz will die Regierung rückwirkend ab 1.1.2007 wieder das alte Recht 2006 gelten lassen. Wird das Gesetz so verabschiedet, bedeutet das für Sie:

  • Dann steht endgültig fest, dass die Entfernungspauschale ab dem ersten Kilometer 0,30 Euro je Entfernungskilometer beträgt.
  • Für Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln können Sie höhere Fahrtkosten absetzen, soweit diese die anzusetzende Entfernungspauschale übersteigen. Das betrifft vor allem Pendler im innerstädtischen Bereich. Wer weite Strecken mit der Bahn zurücklegt, fährt in der Regel mit der Entfernungspauschale günstiger.
  • Unfallkosten auf dem Weg von Ihrer Wohnung zur regelmäßigen Arbeitsstätte sind wieder zusätzlich zur Entfernungspauschale absetzbar.

Diese Änderungen sollen bis auf weiteres rückwirkend für die Jahre ab 2007 gelten. Der Gesetzentwurf muss jetzt noch das parlamentarische Verfahren durchlaufen.

Die Entfernungspauschale ab dem ersten Kilometer gewähren die Finanzämter ja bereits - wegen  der Vorgaben aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 9.12.2008.

Unfallkosten und höhere Fahrtkosten für öffentliche Verkehrsmittel dagegen werden die Finanzämter erst berücksichtigen, wenn das Gesetz tatsächlich so verabschiedet wird. Es kann sicherlich nicht schaden, wenn Sie schon jetzt Ihrem Finanzamt Ihre Unfallkosten/höheren Fahrtkosten mitteilen. Am einfachsten benutzen Sie dazu unser Muster-Schreiben.

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