Schuldzinsen als nachträgliche Werbungskosten bei Vermietungseinkünften

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Nehmen Sie einen Kredit auf, um während der Vermietung einer Wohnung sofort abziehbare Werbungskosten zu finanzieren, können Sie die dazugehörigen Schuldzinsen auch nach Aufgabe der Vermietungstätigkeit als Werbungskosten abziehen. Betroffen sind beispielsweise Aufwendungen für den Austausch von Fenstern und Türen, die Neueindeckung des Daches oder der Einbau einer neuen Heizungsanlage.

Diese Abzugsmöglichkeit hat die Verwaltung bisher eingeschränkt: Schuldzinsen will sie bisher nur anerkennen, wenn der fiktive Veräußerungserlös der Immobilie zur Schuldentilgung nicht ausreicht.

Dem hat der BFH kürzlich widersprochen, nun hat die Verwaltung eingelenkt: Schuldzinsen für während der Vermietung entstandene Werbungskosten sind auch nachträglich abziehbar - und zwar unabhängig vom Zahlungszeitpunkt und vom möglichen Veräußerungserlös der Immobilie (BMF-Schreiben vom 3.5.2006, DStR 2006 S. 902). Grund: Auch nach dem Ende der Vermietung hängen die Schuldzinsen wirtschaftlich mit ihr zusammen.

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