Neue Fassadenbekleidung am Zweifamilienhaus: voller Werbungskostenabzug?

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Wenn Sie Ihrem Haus eine neue Fassadenbekleidung verpassen und dadurch auch Dacharbeiten notwendig werden, entstehen hohe Kosten. Diese lassen sich bei einem teils vermieteten und teils selbst genutzten Zweifamilienhaus oft nicht eindeutig zuordnen. Konsequenz: Sie müssen die Kosten nach den Flächen der unterschiedlich genutzten Wohnungen aufteilen und dürfen nur die anteiligen Kosten als Werbungskosten bei Vermietung ansetzen.

Ein neues Urteil des Niedersächsischen Finanzgerichts gibt Immobilienbesitzern Hoffnung: Die Kosten sind in voller Höhe als Werbungskosten abziehbar. Voraussetzung: Die Fassadenbekleidung senkt die Heizkosten der vermieteten Wohnung und verhindert weitere Schimmelbildung (Urteil des Niedersächsischen Finanzgerichts vom 17.8.2006, Az. 14 K 210/02, DStR 2007 Heft 15, S. VI).

In dem konkreten Fall ging es um eine Fassadenbekleidung, die im vermieteten Obergeschoss angebracht wurde. Da hierfür der Dachüberstand verlängert und die Regenrinnen erneuert wurden, ließ das Finanzamt nur den anteiligen Werbungskostenabzug zu. Begründung der Beamten: Dach und Fassade seien Bestandteil des gesamten Gebäudes.

Anders die Finanzrichter aus Niedersachsen: Die Aufwendungen für die Fassadenbekleidung sowie die damit verbundene des Dach-Verlängerung und die neuen Regenrinnen seien eindeutig dem vermieteten Obergeschoss zuordenbar. Vorteil: Es sind alle Werbungskosten abziehbar. Gegen das Urteil läuft eine Revision beim Bundesfinanzhof (Az. IX R 43/06).

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