Nebenberuflicher Besuch einer Fachoberschule: Keine Werbungskosten

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Ein Zeitsoldat, der neben seinem Dienst in seiner Freizeit eine Fachoberschule besucht, darf die Kosten dafür nicht als Werbungskosten geltend machen. Möglich ist aber der Abzug im Rahmen als Sonderausgaben.

Das geht aus zwei Urteiles des Finanzgericht Berlin-Brandenburg hervor (Urteile vom 18.9.2008, Az. 7 K 7093/04 B und 7 K 7094/04 B).

Die Argumente der Richter:

  • Es lag kein konkreter Bezug zu einer späteren Berufstätigkeit vor, denn der Zeitsoldat hatte die Fachhochschulreife ohne Begrenzung an bestimmte Studiengänge oder Ausbildungsgänge erworben.
  • Der Zeitsoldat befand sich nicht in einem Ausbildungsarbeitsverhältnis: Er hatte seinen militärischen Dienst ohne Einschränkungen weitergeführt und die Fachoberschule in seiner Freizeit besucht.

Dass der Arbeitgeber (hier also die Bundeswehr) Fahrtkostenzuschüsse gewährt und bei der Gestaltung der Dienstpläne auf den Schulbesuch Rücksicht genommen hatte, konnte die Richter nicht umstimmen. Die Schulbildung trat dadurch nicht gegenüber dem eigentlichen militärischen Dienst in den Vordergrund.

Fazit: Keine Werbungskosten, aber Abzug der Aufwendungen für die Berufsausbildung als Sonderausgaben (Höchstbetrag derzeit 4.000 Euro pro Jahr).

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