Mit dem Auto zur Arbeit: Welche Strecke dürfen Sie geltend machen?

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Nicht immer ist die kürzeste Strecke auch die schnellste. Grundsätzlich darf daher bei den Werbungskosten auch eine längere, aber verkehrsgünstigere Strecke angegeben werden. Aber darf auch eine fiktive Strecke berücksichtigt werden, wenn sie Zeit spart? Diese Frage soll der BFH beantworten.

Für einen Arbeitnehmer betrug die kürzeste Straßenverbindung ins Büro 38km. In seiner Steuererklärung gab er bei den Werbungskosten eine verkehrsgünstigere Strecke von 56km an, bei der er jeden Tag 30 Minuten Zeit sparte. Das Finanzamt überprüfte die Angaben mittels eines Routenplaners und berücksichtigte daraufhin Fahrtkosten für 44km.

Der Arbeitnehmer hielt die von ihm gewählte Strecke jedoch für die "einzige gangbare und benutzbare Fahrroute". Nachdem sich auf die Finanzrichter eingehend mit der Strecke befasst hatten, kamen sie zu dem Ergebnis, dass 49km anerkannt werden müssten (FG Düsseldorf, Urteil vom 31.8.2009, Az. 11 K 242/08 E).

Grundsatzurteil des BFH erwartet

Inzwischen liegt der Fall beim BFH. Er soll klären, ob statt der kürzesten Straßenverbindung (hier 38km) eine fiktive Wegstrecke (hier 49km) als "offensichtlich verkehrsgünstiger" zugrunde gelegt werden darf oder nur der Vergleich mit der tatsächlich benutzten Strecke (hier 56km) zulässig ist (Az. VI R 46/10).

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