Leiharbeit und Outsourcing: Regelmäßige Arbeitsstätte

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Leiharbeiter und outgesourcte Arbeitnehmer verrichten ihre Tätigkeit nicht im Betrieb ihres Arbeitgebers, sondern bei dessen Auftraggeber. Dürfen sie die täglichen Fahrten zur Arbeit deshalb mit der Dienstreisepauschale abrechnen oder gilt ihr Einsatzort als regelmäßige Arbeitsstätte?

Diese Frage ist bisher noch nicht endgültig geklärt. Geht es nach dem Niedersächsischen Finanzgericht, lautet die Antwort: Der Einsatzort kann regelmäßige Arbeitsstätte sein. Voraussetzung: Der Arbeitnehmer ist über einen längeren Zeitraum dauernd und immer wieder dort tätig. Als Faustregel gilt: Ist es dem Arbeitnehmer zumutbar, den Wohnsitz seiner Familie in die Nähe des Einsatzortes zu verlegen, dann befindet sich dort die regelmäßige Arbeitsstätte.

Im konkreten Fall war ein Unternehmensberater über mehrere Jahre für den gleichen Kunden seines Arbeitgebers tätig. Er fuhr täglich an dessen Betriebssitz und hatte dort ein eigenes Büro. Gegen das Urteil des FG Niedersachsen (Az. 12 K 611/04) hat der Arbeitnehmer Revision eingelegt.

Steuertipp
In vergleichbaren Fällen sollten Betroffene in ihrer Steuererklärung die Dienstreisepauschale für die Fahrten zum Einsatzort geltend machen. Erkennt das Finanzamt nur die Entfernungspauschale an, sollten sie unter Hinweis auf die Revision Az. VI R 21/08 Einspruch einlegen und Ruhen des Verfahrens beantragen.

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