Leiharbeit: Dienstreisepauschale bei befristeter Überlassung

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Leiharbeitnehmer dürfen die Fahrten zu ihrem Arbeitsplatz mit der Dienstreisepauschale und abrechnen - und nicht nur mit der Pendlerpauschale. Voraussetzung: Die Tätigkeit beim entleihenden Unternehmen ist zeitlich befristet.

In einem solchen Fall muss der Arbeitnehmer damit rechnen, nach Ende der Befristung an eine andere Firma verliehen zu werden. Deshalb ist ihm ein Umzug an den aktuellen Einsatzort nicht zuzumuten. Er kann die Kosten für die tägliche Fahrt zur Arbeit also nicht durch die Verlagerung des Wohnsitzes dauerhaft reduzieren.

Der Einsatz gilt steuerlich als Auswärtstätigkeit. Deshalb können Betroffene für die ersten drei Monate des Tätigkeit auch Mehraufwendungen für Verpflegung mit Tagespauschalen geltend machen.

Die Dauer des Einsatzes in einem entleihenden Unternehmen spielt keine Rolle. Auch bei einer auf mehrere Jahre oder auf die unbestimmte Dauer eines Projektes befristeten Überlassung an eine Firma muss das Finanzamt eine Auswärtstätigkeit anerkennen.

Hingegen gilt ein Einsatz nicht als Auswärtstätigkeit,
  • wenn im Überlassungsvertrag keine zeitliche Befristung vereinbart ist („bis auf Weiteres“);
  • wenn der Arbeitnehmer nur für die Überlassung an ein einziges Unternehmen bei der Leiharbeitsfirma angestellt ist und der Arbeitsvertrag auf diese Überlassung befristet ist;
  • wenn der Arbeitnehmer von einem Unternehmen in eine Leiharbeitsfirma outgesourced wird, anschließend aber bei seinem alten Arbeitgeber weiter tätig ist.
In diesen Fällen gibt es nur die Pendlerpauschale für die Fahrten zur Arbeit und keine Verpflegungspauschalen (Verfügung der OFD Hannover vom 22.7.2008, Az. S 2353-161b-StO 217).

Steuertipp
Ob das Finanzamt auch bei einem dauerhaften, unbefristeten Einsatz die Dienstreisepauschale gewähren muss, prüft zurzeit der Bundesfinanzhof. Weitere Informationen finden Sie hier.

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