Lehrer-Gruppenreise ins Ausland: Werbungskostenabzug möglich!

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Bei Auslandsgruppenreisen, die teilweise aus Fortbildungsveranstaltungen und teilweise aus touristischen Programmpunkten bestehen, ist ein Abzug von Werbungskosten möglich.

Nach der neuen Rechtsprechung des BFH muss der Fiskus prüfen, ob sich die beruflichen und die privaten Anteile der Reise objektiv voneinander abgrenzen lassen.

Als sachgerechter Aufteilungsmaßstab, entschied der BFH, komme vor allem das Verhältnis der beruflich und privat veranlassten Zeitanteile in Betracht. Ist eine solche Abgrenzung möglich, sind die auf den beruflichen Teil entfallenden Reisekosten als Werbungskosten abziehbar (BFH, Urteil vom 21.4. 2010, Az. VI R 5/07).

Im Streitfall ging es um den Abzug der Aufwendungen, die einer Gymnasiallehrerin für Englisch und Religion anlässlich einer achttägigen Fortbildungsreise für Englischlehrer nach Dublin, Irland, entstanden waren. Die Reise, die von der Englischlehrervereinigung angeboten und durchgeführt wurde und für die die Klägerin Dienstbefreiung erhalten hatte, lief nach einem festen Programm ab, das kulturelle Vortragsveranstaltungen und Besichtigungstermine, sowie einen Tagesausflug nach Belfast umfasste. Finanzamt und Finanzgericht hatten den Abzug der Aufwendungen in vollem Umfang abgelehnt.

Der BFH hob die Vorentscheidung auf und forderte das FG Schleswig-Holstein auf, erneut zu prüfen, ob die Kosten der Bildungsreise als beruflich veranlasste Aufwendungen ganz oder zumindest teilweise als Werbungskosten zu berücksichtigen seien.

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