Kinder zur Schule fahren bringt steuerlich nichts

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Wenn Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule fahren, entstehen dadurch weder Werbungskosten noch außergewöhnliche Belastungen. Das gilt selbst dann, wenn es auf der Strecke keine öffentlichen Nahverkehr gibt, entschied das FG Rheinland-Pfalz.

Der Vater der Kinder wohnte im entschiedenen Fall aus dienstlichen Gründen in einer Gegend, die nicht an das öffentliche Nahverkehrsnetz angebunden war. Er brachte seine Kinder mit dem Auto zur Schule und machte dafür in seiner Steuererklärung 1.560 Euro geltend – zunächst nur als außergewöhnliche Belastungen. Er gab an, im Streitjahr an 130 Tagen jeweils vier Fahrten täglich unternommen zu haben. Dabei berechnete er nicht die gesamte Fahrtstrecke zur Schule, sondern nur die Entfernung bis zur nächstgelegenen Bushaltestelle.

Das Finanzamt wollte keine außergewöhnlichen Belastungen anerkennen, da die Aufwendungen bereits durch das Kindergeld abgegolten seien.

Der Vater beantragte daraufhin, die Aufwendungen als Werbungskosten anzuerkennen. Schließlich müsste er seine Kinder nur deshalb zur Schule bzw. zur Bushaltestelle fahren, weil die Familie wegen seines Berufs in der abgelegenen Gegend wohne.

Auch damit hatte er keinen Erfolg. Es fehle der notwendige Zusammenhang zwischen den Aufwendungen und der auf Einnahmenerzielung gerichteten Tätigkeit, erklärten die Richter. Denn der Grund für die Aufwendungen müsse mit der Arbeit des Vaters zusammenhängen. Das sei hier nicht der Fall, denn die Kosten entstünden im Streitfall aufgrund der Unterhaltspflicht der Eltern gegenüber ihren Kindern (FG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 22.6.2011, Az. 2 K 1885/10).

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