Jahreskarte im Dezember gekauft: vorweg genommene Werbungskosten?

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Entfernungspauschale bis zum 4. Dezember, und dann die am 5. Dezember gekaufte Bahncard 100 als Werbungskosten absetzen - geht das? Ja, sagt das FG Baden-Württemberg.

Der Fall: Ein Steuerpflichtiger machte in seiner Einkommensteuererklärung bis einschließlich 4.12.2005 die Entfernungspauschale geltend. Am 5.12.2005 erwarb er eine Jahreskarte der Deutschen Bahn AG (Bahncard 100), die vom 5.12.2005 bis 4.12.2006 gültig war. Die Kosten für die Bahncard - 2.950 Euro - wollte er ebenfalls im Jahr 2005 als Werbungskosten abziehen.

Das Finanzamt war der Meinung, die Kosten der Bahncard seien auf die Fahrten ihrer Gültigkeit aufzuteilen. Denn der Steuerpflichtige habe ja die Bahncard nicht nur für die drei im Dezember unternommenen Bahnfahrten gekauft, sondern auch für (fast) das ganze Jahr 2006.

Das FG Baden-Württemberg entschied im Sinne des Steuerzahlers und ließ den Werbungskostenabzug im Jahr der Anschaffung zu. Argument: Regelmäßig wiederkehrende Zahlungen lägen nicht vor, da die Bahncard an einem beliebigen Tag im laufenden Kalenderjahr erworben werden könne und daher keinen Bezug zum Jahreswechsel aufweise (FG Baden-Württemberg, Urteil vom 17.1.2008, Az. 6 K 2192/07; Revision beim BFH: Az. VI R 8/08).

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