Grenzgänger: Werbungskosten wirken sich nur in Österreich aus

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Deutsche Grenzgänger, die in Österreich als Arbeitnehmer beschäftigt sind, können ihre Werbungskosten nur in Österreich steuerlich geltend machen. Das gilt auch für Schuldzinsen, die für ein Ausbildungsdarlehen gezahlt werden.

Der Fall: Ein deutscher Pilot fand in der Heimat keinen Job. Deshalb trat er eine Stelle bei einer österreichischen Fluglinie an, behielt aber seinen Wohnsitz in Rheinland-Pfalz. Er hoffte, bald in Deutschland eine Stelle zu bekommen.

Seine Ausbildungskosten von rund 62.000 Euro hatte er mit einem Darlehen finanziert. Die Zinsen darauf machte er in seiner deutschen Steuererklärung geltend.

Das Urteil: Nach dem Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Österreich darf das Land auf die Einkünfte eines Arbeitnehmers Steuern erheben, in dem die Arbeit ausgeübt wird. Das Gehalt des Piloten ist also in Österreich steuerpflichtig.

Die durch die Tätigkeit verursachten Werbungskosten können deshalb auch nur in Österreich geltend gemacht werden. Daran ändert nichts, dass der Pilot schnellstmöglich eine Anstellung in Deutschland aufnehmen will. Nur Werbungskosten, die bis zum Beginn der Tätigkeit im Ausland angefallen sind, kann der deutsche Fiskus berücksichtigen (FG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 28. Oktober 2008, Az.: 3 K 2129/06).

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