Geschäftsessen müssen nicht immer erfolgreich sein

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Geschäftsessen sind rein berufliche Veranstaltungen ohne privaten Anlass. Die Kosten können Sie deshalb als Werbungskosten absetzen. Ob das Geschäftsessen tatsächlich zu nachvollziehbaren Einnahmen geführt hat, geht das Finanzamt nichts an.

Ein Finanzamt verweigerte einem Unternehmer die Anerkennung von Kosten für die Bewirtung von Geschäftsfreunden, weil nicht nachgewiesen wurde, dass das Geschäftsessen "nachvollziehbare Einnahmen" gebracht habe.

Das FG München konnte diese Argumentation nicht nachvollziehen. Denn: Auch nach der Schaltung von Zeitungsanzeigen oder der Verteilung von Flyern könne so gut wie nie nachgewiesen werden, ob und in welchem Umfang sich dadurch ein Geschäftserfolg eingestellt habe – und die Kosten dafür sind trotzdem abzugsfähig (FG München, Urteil vom 26.2.2010, Az. 14 K 4676/06).

Bewirtung von Geschäftsfreunden: Die Regeln

Die Kosten für die Bewirtung von Geschäftsfreunden bei einem Geschäftsessen können Sie zu 70% als Werbungskosten absetzen.

Ein Geschäftsessen unter Geschäftsfreunden findet zum Beispiel statt

  • zur Pflege der Geschäftsbeziehung,
  • zur Anbahnung eines Geschäftskontaktes,
  • anlässlich einer Vertragsverhandlung oder eines Geschäftsabschlusses,
  • um berufliche Informationen auszutauschen,
  • anlässlich einer geschäftlichen Besprechung,
  • wenn Sie einen Bewerber oder Besucher Ihrer Firma zum Essen einladen.

Bewirtung von Mitarbeitern: Die Regeln

Bewirtungskosten können als Werbungskosten abzugsfähig sein, wenn Sie als Vorgesetzter mit Ihren Mitarbeitern eine rein berufliche Veranstaltung durchführen und dabei die Bewirtung übernehmen. Zu denken ist hierbei an innerbetriebliche Schulungsveranstaltungen, Einsatzbesprechungen, Vertretertagungen, berufliche Besprechungen, Personaleinzelgespräche, Fortbildungsabende.

Die Kosten für die Bewirtung von Mitarbeitern bei einem Geschäftsessen können Sie zu 100% als Werbungskosten absetzen.

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