Feier mit privaten Gästen und Kollegen: Kosten aufteilbar!

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Der BFH hat steuerzahler-freundlich entschieden, dass Aufwendungen eines Arbeitnehmers für eine Feier aus beruflichem und privatem Anlass jedenfalls hinsichtlich der Gäste aus dem beruflichen Umfeld als Werbungskosten abziehbar sein können.

Im entschiedenen Fall war der Kläger kurz vor seinem 30. Geburtstag zum Steuerberater bestellt worden. Beides ein guter Grund zum Feiern, dachte sich der neu ernannte Steuerberater und veranstaltete ein Fest, zu dem er sowohl Arbeitskollegen als auch Verwandte und Bekannte einlud.

Die Kosten, die dabei für seine Arbeitskollegen angefallen waren, machte er in seiner Steuererklärung als Werbungskosten geltend. Dabei berief er sich auf den BFH-Beschluss vom 21.9.2009 (Az. 1 GrS 1/06), nach dem gemischt veranlasste Aufwendungen grundsätzlich in einen steuerlich abziehbaren und einen nicht abziehbaren Teil aufgeteilt werden dürfen.

Die Richter des FG Baden-Württemberg versagten jedoch die Aufteilung und betrachteten die Feier als ausschließlich privat veranlasst.

Der BFH sah das glücklicherweise anders und entschied, eine Abgrenzung zwischen privat und geschäftlich eingeladenen Gästen möglich ist. Weil das aber in dieser Form zu einfach wäre, legten die Richter trotz allem weitere Voraussetzungen fest, die für die Anerkennung von Werbungskosten erfüllt sein müssen: Von einer (nahezu) beruflichen Veranlassung der Einladung sei insbesondere dann auszugehen, erklärten sie, wenn nicht nur ausgesuchte Gäste aus dem beruflichen Umfeld eingeladen werden, sondern die Einladungen nach abstrakten berufsbezogenen Kriterien (z.B. alle Auszubildenden, alle Zugehörigen einer bestimmten Abteilung) ausgesprochen werden (BFH-Urteil vom 8.7.2015, VI R 46/14 ).

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