Fahrtkosten eines Regionalleiters: Was gehört zu den Dienstreisen?

 - 

Ein Regionalleiter war für verschiedene Niederlassungen seines Arbeitgebers zuständig. Jede dieser Filialen ist eine regelmäßige Arbeitsstätte, sagt das FG München. Lesen Sie hier, welche Konsequenzen das hat.

Entfernungspauschale für den Weg zur Arbeit

Der Regionalleiter darf die Fahrt von der Wohnung zur ersten am Arbeitstag aufgesuchten Filiale sowie die Rückfahrt von der zuletzt aufgesuchten Niederlassung nach Hause nur mit der Entfernungspauschale abrechnen. 30 Cent pro gefahrenen Kilometer bekommt er nicht - denn da es sich bei allen Filialen um regelmäßige Arbeitsstätten handelt, liegt keine Dienstreise vor.

Das gilt auch dann, wenn er die Filialen nur in unregelmäßigen Abständen aufsucht: Für eine Arbeitsstätte ist es nicht erforderlich, dass sie täglich aufgesucht wird. Entscheidend ist nur, dass es zu den Aufgaben des Arbeitnehmers gehört, an jeder der ihm zugeordneten Filialen fortdauernd -wenn auch in unregelmäßigen Zeitabständen - vor Ort zu sein.

Fahrten zwischen den Filialen sind Dienstreisen

Fahrten, die der Regionalleiter während des Tages zwischen den einzelnen Filialen unternimmt, sind dagegen Dienstreisen. Folge: Er kann die dabei entstandenen Kosten als Werbungskosten geltend machen (FG München, Urteil vom 18.8.2009, Az. 2 K 4031/06).

Weitere News zum Thema

  • Doppelte Haushaltsführung: Lage der Wohnungen zu berücksichtigen

    [] Die Entscheidung über den Lebensmittelpunkt erfordert eine Würdigung aller Umstände des Einzelfalls, die sich aus einer Zusammenschau mehrerer Einzeltatsachen ergibt. Dabei kann auch ein Vergleich der Lage der Wohnungen als Indiz bei der Beurteilung des Lebensmittelpunkts von Bedeutung sein. mehr

  • Zugbegleiterin hat keine regelmäßige Arbeitsstätte

    [] Eine Zug-Servicemitarbeiterin, die ihren Dienst täglich am selben Bahnhof beginnt und beendet, hat dort dennoch keine regelmäßige Arbeitsstätte: Ihre Haupttätigkeit erbringt sie im Zug, sagt das FG Rheinland-Pfalz. mehr

  • Werbungskosten: Wann sind Fahrten "typischerweise arbeitstäglich"?

    [] Vor dem BFH ist ein Verfahren anhängig, in dem es im Zusammenhang mit Werbungskosten um die Frage geht, was typischerweise arbeitstäglich im Sinne des § 9 Absatz 1 Satz 3 Nr. 4a Satz 3 EStG bedeutet und ob die Vorschrift nur dann anwendbar ist, wenn der Arbeitnehmer an sämtlichen seiner Arbeitstage den vom Arbeitgeber bestimmten Ort aufsuchen soll. mehr

  • Unfallkosten als Werbungskosten geltend machen

    [] Dämmerung, nasses Herbstlaub und in Gedanken noch oder schon im Büro: Ein Unfall ist da schnell passiert. Falls Sie die Kosten nicht vom Arbeitgeber ersetzt bekommen, dürfen Sie in Ihrer Steuererklärung Werbungskosten geltend machen! mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.