Doppelte Haushaltsführung: Kein Steuerabzug bei Wohnortwechsel aus privaten Gründen

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Eine doppelte Haushaltsführung erkennt das Finanzamt nur an, wenn das Auseinanderfallen von Wohn- und Arbeitsort durch die Berufstätigkeit entstanden ist. Bei einem Wohnortwechsel aus privaten Gründen gibt es keinen Steuerabzug.

Diese Rechtsauffassung bekräftigte das Finanzgericht Berlin-Brandenburg. Im Streitfall war ein Ehepaar von seinem ursprünglichen Wohn- und Arbeitsort weggezogen, um näher bei den Eltern der Frau wohnen zu können. Der Ehemann fand keinen Arbeitsplatz am neuen Wohnort und blieb deshalb bei seinem Arbeitgeber am alten Wohnort beschäftigt.

Das Finanzamt erkannte eine doppelte Haushaltsführung nicht an. Zurecht, fand das Finanzgericht. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Umzug der Kläger rein private Gründe hatte. Kosten doppelter Haushaltsführung seien aber nur anzuerkennen, wenn ein Steuerzahler seinen bisherigen Wohnsitz beibehält und aus beruflichen Gründen gezwungen ist, einen weiteren Wohnsitz zu unterhalten. Nicht hingegen, wenn er aus freien Stücken seinen Wohnsitz von seinem Arbeitsort wegverlegt, so das Finanzgericht (Urteil vom 25.9.2008, Az. 14 K 2114/05 B).
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