Bonus in Freizeit statt Geld genommen: keine Werbungskosten

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Ein Angestellter ließ sich seinen Bonus in Freizeit statt Geld auszahlen. Während dieser Freizeit bereitete er sich auf die Steuerberaterprüfung vor. Kann er Werbungskosten geltend machen in Höhe des Geldbetrags, der seinem Bonus entspricht? Nein, sagt das FG München.

Der Angestellte hatte aus einem betrieblichen Bonussystem einen Bonusanspruch in Höhe von knapp 5.000 Euro erworben. Diesen Bonus konnte er entweder in Form von Freizeit oder als Geldbetrag in Anspruch nehmen. Da sich der Angestellte auf die Steuerberaterprüfung vorbereiten wollte, entschied er sich für die Freizeit. In seiner Steuererklärung machte er den entsprechenden Geldbetrag als "Zahlung an den Arbeitgeber für Freistellung" bei den Werbungskosten geltend.

Das Finanzamt erkannte diese Werbungskosten nicht an. Begründung: Hier liegt keine Vermögensminderung vor, sondern nur ein Verzicht auf Einnahmen.

Die Finanzrichter schlossen sich der Auffassung des Finanzamts an: Voraussetzung für den Abzug von Werbungskosten sei eine beruflich bedingte Vermögensminderung. Diese liege hier nicht vor, da das Bonussystem die Auswahl zwischen Geldzahlung und Freizeitausgleich ohnehin vorsah. Der Angestellte hat also nicht auf eine Geldforderung verzichtet, sondern lediglich sein Wahlrecht ausgeübt (FG München, Urteil vom 11.2.2009, Az. 8 K 808/07; Revision wurde nicht zugelassen).

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