BFH muss zur Absetzbarkeit von BAföG-Rückzahlungen entscheiden

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Kosten, die zum Gelderwerb entstehen, kann man als Werbungskosten steuermindernd absetzen. Doch wie verhält es sich mit Ausbildungskosten?

Die Geltendmachung von BAföG-Rückzahlungen als Werbungskosten in der Steuererklärung wurde bisher von den Finanzämtern negativ beschieden.

Begründung: Es handele sich lediglich um die Tilgung eines Darlehens. Die eigentlichen Kosten seien bereits während des Studiums entstanden. Gegen diese Beurteilung klagte nun ein Betroffener.

Der ehemalige Student argumentierte: BAföG-Empfänger leben während der Studienzeit am Existenzminimum. Sie zahlen keine Steuern und können somit - im Gegensatz zu gut betuchten Kommilitonen - nichts absetzen. Deswegen müssten die Zahlungen später abziehbar sein, sonst würde der BAföG-Empfänger schlechter gestellt als andere Steuerzahler.

Das Verfahren befindet sich zurzeit vor dem Bundesfinanzhof. Die Erfolgsaussichten der Klage sind zwar nicht sehr groß. Dennoch sollten Sie kein Risiko eingehen und sich auf das Verfahren berufen.

Steuertipp
Machen Sie BAföG-Rückzahlungen in Ihrer Steuererklärung als Betriebsausgaben oder Werbungskosten geltend. Legen Sie bei einem ablehnenden Bescheid Einspruch ein und beantragen Sie das Ruhen des Verfahrens bis zur Entscheidung durch den Bundesfinanzhof. Beziehen Sie sich dabei auf das Aktenzeichen VI R 41/05, unter dem das Verfahren beim BFH anhängig ist.

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