Aufwendungen für Gemeinschaftsräume bei sozialpädagogischen Lebensgemeinschaften

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Aufwendungen für Gemeinschaftsräume, die sowohl der eigenen Wohnnutzung des Steuerpflichtigen wie auch der (entgeltlichen) Betreuung der in die Familie integrierten fremden Kinder dienen, sind nach der Anzahl der Personen aufzuteilen, die zur Haushaltsgemeinschaft gehören.

Der Fall:

Ein Ehepaar lebte nicht nur mit den beiden leiblichen Kindern im gemeinsamen Haushalt, sondern mit drei weiteren Kindern. Mit diesen gründeten sie eine sozialpädagogische Lebensgemeinschaft und erzielten Einkünfte aus selbständiger Arbeit.

Für jedes betreute Kind wurde eine monatliche Abrechnung für das zuständige Jugendamt erstellt. Das Betreuungshonorar beinhaltete dabei auch anteilige Raumkosten. Das Ehepaar machte bei den Werbungskosten aus Vermietung und Verpachtung (anteilige) Absetzungen für Abnutzung für die gemeinschaftlich genutzten Räume geltend. Als Aufteilungsmaßstab wurde die Relation der betreuten Kinder (drei) zur Gesamtbewohnerzahl des Hauses (sieben) gewählt.

Das Finanzamt erkannte diese Kosten nicht an. Dagegen wehrte sich das Ehepaar.

Das Urteil:

Der BFH teilt die Auffassung des Ehepaares. Die Richter begründen ihre Entscheidung wie folgt:

Die Aufteilung nach der Zahl der Nutzer einer Wohnung stellt einen objektiven Maßstab dar, der eine sichere und leichte Abgrenzung einer steuerbaren Raumnutzung von der privaten Wohnnutzung ermöglicht. Dabei kommt es nicht darauf an, welche Person welche konkreten in Quadratmetern messbaren Flächenanteile der Wohnräume oder Teile der Einrichtungsgegenstände mit welcher Intensität und welchen Zeitanteilen pro Tag nutzt. Entgegen der Ansicht des Finanzamts ist weder eine "statische Nutzung" erforderlich noch müssen einzelne Lebensgewohnheiten nachvollzogen werden (BFH, Urteil vom 25.6.2009, Az. IX R 49/08).

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