Auch wenn Eltern für die Ausbildung zahlen: Steuerabzug beim Kind

 - 

Zahlen Eltern für die Ausbildung ihres Kindes, sind diese Kosten steuerrechtlich dem Kind zuzurechnen. Dieses bereits ältere Urteil des Bundesfinanzhofs (Urteil vom 22.7.2003, Az. VI R 4/02, BFH/NV 2004, S. 32) bekräftigte das Niedersächsische Finanzgericht (Urteil vom 24.8.2005, Az. 3 K 220/05).

Die Finanzämter erkennen viele Kosten im Rahmen der Ausbildung an. Zum Beispiel Studiengebühren, Fahrtkosten zur Uni oder zum Ausbildungsort, Kosten für Fachliteratur oder gar die Kosten eines Auslandsaufenthalts. Wenn Eltern die Rechnungen begleichen, kommen die wenigsten auf die Idee, diese Aufwendungen in der Steuererklärung des Kindes anzusetzen.

Dabei liegt steuerrechtlich ein „verkürzter Zahlungsweg“ vor. Laut den Finanzrichtern darf es keinen Unterschied machen, ob die Eltern direkt die Studienkosten zahlen oder dem Kind Unterhalt überweisen und das Kind aus diesem Unterhalt die Rechnungen begleicht.

Für viele Steuerzahler kann es sich lohnen, diese Möglichkeit auszuschöpfen: Liegt das Kind knapp über der Einkommensgrenze, kann der Abzug der Studienkosten das Kindergeld eines ganzen Jahres retten. Beendet das Kind im Laufe des Jahres die Ausbildung und verdient im Anschluss selber, mindern die Kosten das Jahreseinkommen und damit die Steuerlast.

Weitere Informationen zum Thema Studien- und Ausbildungskosten finden Sie im "Steuer-Spar-Berater".   

Weitere News zum Thema

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.