Altersteilzeit: Werbungskosten darf das Finanzamt nicht kürzen

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Die steuerliche Benachteiligung von in Altersteilzeit Arbeitenden in Niedersachsen ist vorbei. Jetzt gelten bundeseinheitlich günstige Regeln.

Wer in Altersteilzeit arbeitet, wurde in Niedersachsen steuerlich schlechter behandelt als in anderen Bundesländern. Denn nur in diesem Bundesland kürzten die Finanzämter mit Hinweis auf § 3c EStG die geltend gemachten Werbungskosten entsprechend dem Verhältnis steuerfreie Aufstockungsbeträge zu Bruttoarbeitslohn. Jetzt endlich hat sich die Finanzverwaltung auf eine bundeseinheitliche Vorgehensweise abgestimmt.

Das Ergebnis ist erfreulich: Die obersten Finanzbehörden des Bundes und der Länder haben entschieden, dass bei in Altersteilzeit befindlichen Arbeitnehmern die Werbungskosten nicht nach Maßgabe des § 3c EStG zu kürzen sind. Begründung: Die Aufwendungen (z. B. für Fahrten zur Arbeitsstätte) stehen in keinem unmittelbaren wirtschaftlichen Zusammenhang mit den steuerfreien Aufstockungsbeträgen bei Altersteilzeit. Das gilt entsprechend für Arbeitnehmer, die steuerfreie Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge erhalten. Die OFD Hannover musste jetzt zähneknirschend ihre Finanzbeamten zurückpfeifen und auf diese bundeseinheitliche Vorgehensweise hinweisen (OFD Hannover vom 20. 3. 2008, S 2350 - 118 - StO 217).

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