Abzugsverbot beim Arbeitszimmer umstritten: BFH lässt Lohnsteuerfreibetrag zu

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Seit 2007 dürfen Sie Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer nur noch unter sehr engen Voraussetzungen abziehen. Der BFH bezweifelt, dass diese Regelung verfassungsgemäß ist und zwingt das Finanzamt, auf der Lohnsteuerkarte den Freibetrag für das Arbeitszimmer einzutragen.

Lehrer, bei denen der Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit in der Schule liegt, können seit 2007 grundsätzlich keine Arbeitszimmerkosten mehr abziehen. Das gilt auch dann, wenn ihnen kein anderer Arbeitsplatz als das häusliche Arbeitszimmer zur Verfügung steht. In einer aktuellen Entscheidung billigt der BFH einem Lehrerehepaar auf seiner Lohnsteuerkarte den Freibetrag für das Arbeitszimmer zu (BFH, Beschluss vom 25.8.2009, Az. VI B 69/09).

Der BFH hat die Interessen des Antragstellers und des von Steuereinnahmen abhängigen Gemeinwesens gegeneinander abgewogen. Ergebnis dieser Überlegung: Jedenfalls im Streitfall steht dem Interesse des Steuerpflichtigen an einem - möglicherweise nur vorläufigen - Werbungskostenabzug kein überwiegendes öffentliches Interesse entgegen. Daher wurde dem Steuerzahler vorläufiger Rechtsschutz gewährt, sprich: der Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eingetragen.

Die Richter äußerten aber keine eigene Meinung, ob sie die Neuregelung für verfassungswidrig halten. Dies behielten sie sich für das Hauptsacheverfahren vor. Einen Schluss, wie das endgültige Urteil ausfallen könnte, lässt die Entscheidung deshalb nicht zu.

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