36 Semester sind zu viel!

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Wer beim Studium trödelt, hat nicht nur auf dem Arbeitsmarkt schlechtere Chancen. Denn wer zu lange studiert, kann auch seine Studienkosten nicht mehr steuerlich geltend machen. Das hat jetzt das Finanzgericht Rheinland-Pfalz entschieden.

Eine Krankenschwester wollte sich ihren Berufstraum erfüllen und Anwältin werden. Mit Mitte 30 hat sie sich deshalb dazu entschlossen, Jura zu studieren. Als Krankenschwester arbeitete sie nur noch nachts, ihre leitende Stellung gab sie für das Studium auf. Nach 36 Semestern und im Alter von 54 hatte sie das Studium aber noch immer nicht abgeschlossen und sich noch nicht mal zum ersten Staatsexamen angemeldet. Selbst als die Krankenschwester und Anwältin in spe 1 1/2 Jahre arbeitslos war, ging es mit dem Studium nicht voran.

Das war dem Finanzamt dann doch des Guten zu viel. Es hat die Studienkosten nicht mehr anerkannt. Und das Finanzgericht Rheinland-Pfalz hat dem Finanzamt Recht gegeben. Der Grund: Wer so lange studiert, hat nicht die Absicht, in dem studierten Beruf auch tatsächlich tätig zu werden. Den Einwand der Krankenschwester, dass sie noch durchaus 20 Jahre selbstständig als Juristin arbeiten kann, ließen weder das Finanzamt noch die Richter gelten (FG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 8.7.2005, 1 K 1130/05).

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