Werbungskosten: Wann sind Fahrten "typischerweise arbeitstäglich"?

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Vor dem BFH ist ein Verfahren anhängig, in dem es im Zusammenhang mit Werbungskosten um die Frage geht, was typischerweise arbeitstäglich im Sinne des § 9 Absatz 1 Satz 3 Nr. 4a Satz 3 EStG bedeutet und ob die Vorschrift nur dann anwendbar ist, wenn der Arbeitnehmer an sämtlichen seiner Arbeitstage den vom Arbeitgeber bestimmten Ort aufsuchen soll.

Zuvor hatte sich das FG Sachsen mit dem Fall beschäftigt, in dem es um Arbeitnehmer ging, die auf verschiedenen Baustellen tätig werden und stets denselben Sammelpunkt aufsuchen, um von dort in einem Fahrzeug des Arbeitgebers zur jeweiligen Baustelle zu gelangen. Die Richter erklärten, dass diese Arbeitnehmer «typischerweise arbeitstäglich» im Sinne des § 9 Absatz 1 Satz 3 Nr. 4a Satz 3 EStG einen vom Arbeitgeber festgelegten Ort ansteuern und für die mit einem eigenen Pkw zum Sammelpunkt durchgeführten Fahrten deswegen nur in Höhe der Entfernungspauschale Werbungskosten abziehen dürfen. Dies sollte auch dann gelten, wenn die Arbeitnehmer häufiger an mehreren aufeinander folgenden Tagen auf auswärtigen Baustellen arbeiten und deswegen nicht arbeitstäglich an ihren Wohnort zurückkehren.

Eine typischerweise arbeitstägliche Anfahrt zu einem Sammelpunkt ist laut FG Sachsen anzunehmen, wenn zwar die Anfahrt nicht an jedem Arbeitstag stattfindet, jedoch immer dann, wenn der Arbeitnehmer von seinem Wohnort aufbricht, um seine Arbeit binnen eines Tages oder längerwährend auf einer Baustelle zu verrichten.

Gegen dieses Urteil ist Revision eingelegt worden, die unter dem Az. VI R 33/17 anhängig ist (Vorinstanz: FG Sachsen, Urteil vom 14.03.2017, Az. 8 K 1870/16).

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