Werbungskosten: Entfernungspauschale auch bei Hin- und Rückfahrt an verschiedenen Tagen

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Die Pendlerpauschale gibt es auch dann nur einmal, wenn Hinfahrt zum und Rückfahrt vom Beschäftigungsort an unterschiedlichen Tagen erfolgen. Das entschied das FG Münster im Fall eines Flugbegleiters.

Die Tätigkeit eines Flugbegleiters erfordert oft mehrtägige Einsätze. So auch im Fall des hier betroffenen Steuerpflichtigen, der für das Streitjahr 2014 den Ansatz sämtlicher Fahrtkosten zu seinem Beschäftigungsort nach Dienstreisegrundsätzen beantragt hatte. Das Finanzamt berücksichtigte jedoch lediglich die Entfernungspauschale, wobei es diese für diejenigen Arbeitseinsätze, bei denen Hin- und Rückfahrt auf unterschiedliche Tage fielen, jeweils nur einmal gewährte.

Dagegen wehrte sich der Flugbegleiter – unterlag aber schließlich vor dem FG Münster. Die Richter erklärten: Zunächst einmal kann der Kläger hier ohnehin nur die Entfernungspauschale beanspruchen, weil sein Beschäftigungsort als erste Tätigkeitsstätte anzusehen ist. Das ergibt sich daraus, dass er sich für den typischen Arbeitseinsatz immer im Gebäude seines Arbeitgebers an dem im Arbeitsvertrag genannten Beschäftigungsort einfinden muss. Dort haben sich auch die Briefing-Räume und das Postfach des Klägers befunden. Nie begann er einen Einsatz von einem anderen Ort aus.

Zudem sei die Entfernungspauschale lediglich einmal pro Hin- und Rückfahrt anzusetzen, stellten die Richter klar. Die Pauschale sei für jeden Tag zu gewähren, an dem der Arbeitnehmer seine erste Tätigkeitsstätte von seiner Wohnung aus aufsuche. Für die Rückfahrt an einem anderen Tag sei kein weiterer Werbungskostenabzug vorgesehen. Diese Auslegung führe auch zu einer sachgerechten Abbildung der wirtschaftlichen Belastung und zu einer Gleichbehandlung aller Arbeitnehmer. Die Gegenauffassungen, wonach die Entfernungspauschale nur bei einem arbeitstäglichen Hin- und Rückweg in Betracht komme bzw. im Falle lediglich einer kalendertäglichen Hin- oder Rückfahrt jeweils nur die hälftige Entfernungspauschale anzusetzen sei, fänden weder im Gesetz noch in den Gesetzesmaterialien eine Stütze (FG Münster, Urteil vom 14.07.2017, Az. 6 K 3009/15; Az. der Revision beim BFH: VI R 42/17).

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