Weg zur Arbeit in der Großstadt

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In Großstädten und Ballungszentren ist man mitunter eine Stunde unterwegs, um von zuhause zur Arbeit zu gelangen. Völlig normal, findet das FG Hamburg.

Die Richter entschieden dabei über den Fall einer Arbeitnehmerin, die seit mehreren Jahren in Hamburg arbeitete und dort auch eine Wohnung angemietet hatte. Die Kosten dafür machte sie im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung als Werbungskosten geltend. Ihren Lebensmittelpunkt, gab sie an, habe sie in einer Umlandgemeinde, wo sie im Haus ihres Lebensgefährten wohne. Wegen der ungünstigen Verkehrsanbindung habe sie allerdings ihre Wohnung in Hamburg beibehalten und verbringe dort wöchentlich drei bis vier Nächte.

Das Finanzamt und auch die Finanzrichter erkannten die Kosten jedoch nicht steuermindernd an und erklärten, eine beruflich begründete doppelte Haushaltsführung setze voraus, dass der Steuerpflichtige seinen Lebensmittelpunkt in einem eigenen Hausstand außerhalb des Beschäftigungsortes habe und daneben noch eine Wohnung am Beschäftigungsort aus beruflicher Veranlassung unterhalte, um seinen Arbeitsplatz von dort aus erreichen zu können. Unter Beschäftigungsort sei allerdings nicht nur die politische Gemeinde – hier Hamburg – sondern auch der Einzugsbereich dieser Gemeinde zu verstehen. Insbesondere in Großstädten, in denen die Wohnstätten der Beschäftigten immer weiter in die Randbereiche und über die politische Grenze einer Gemeinde hinaus (Speckgürtel) verdrängt würden, seien Fahrtzeiten von etwa einer Stunde üblich und ohne weiteres zumutbar (FG Hamburg vom 17.12.2014, 2 K 113/14 ).

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