Steuererklärung 2014: Das gilt bei doppelter Haushaltsführung

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Machen Sie in der jetzt anstehenden Steuererklärung 2014 Mehraufwendungen für doppelte Haushaltsführung geltend, müssen Sie neue gesetzliche Regelungen beachten.

Dazu gehören vor allem:

  • Eigener Hausstand: Voraussetzung für die Anerkennung einer doppelten Haushaltsführung ist, dass Sie an Ihrem Lebensmittelpunkt (Hauptwohnung) einen eigenen Hausstand unterhalten. Dieser erfordert ab 2014 neben dem Innehaben einer Wohnung auch eine angemessene finanzielle Beteiligung an den Kosten der Haushaltsführung. Während das Finanzamt bei Ehepartnern und eingetragenen Lebenspartnern auch ohne entsprechenden Nachweis eine finanzielle Beteiligung unterstellen kann, müssen Alleinstehende dies nachweisen können.

  • Höchstbetrag: Die Aufwendungen für die Nutzung der Zweitwohnung am Beschäftigungsort im Inland sind ab 2014 bis zu höchstens 1.000 € monatlich absetzbar. Welche Aufwendungen im Einzelnen unter diesen neuen Höchstbetrag fallen, wird sicherlich bald die Finanzgerichte beschäftigen.

  • Verpflegungsmehraufwand: Die neuen Regeln ab 2014 zu den Verpflegungspauschalen sowie zur Drei-Monats-Frist und zur Gestellung von Mahlzeiten durch den Arbeitgeber bei Auswärtstätigkeit gelten auch im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung.

    Zur Erinnerung: Für Verpflegungsmehraufwendungen bei einer Dienstreise oder Auswärtstätigkeit gibt es ab 2014 nur noch Pauschalen von 12 € und 24 €, die von der Abwesenheitsdauer abhängen:
    Abwesenheit > 8 Stunden: 12 €
    ganztägige Abwesenheit: 24 €
    Bei mehrtägigen Auswärtstätigkeiten wird für den An- und Abreisetag unabhängig von einer Mindestabwesenheitszeit jeweils ein Pauschbetrag von 12 € gewährt.

Ein doppelter Haushalt ist auch dann beruflich veranlasst, wenn Sie Ihre Hauptwohnung (den Lebensmittelpunkt) vom Beschäftigungsort wegverlegen und Ihre alte oder eine neue Wohnung am Beschäftigungsort als Zweitwohnung nutzen. Die Finanzämter erkennen in diesen Wegverlegungsfällen keine Verpflegungspauschalen an, da sie den vorausgegangenen Aufenthalt am Beschäftigungsort auf die Drei-Monats-Frist anrechnen. Zu Unrecht, wie der BFH zugunsten der Steuerzahler entschieden hat (BFH-Urteil vom 8.10.2014, VI R 7/13 ).

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