Referendar: Schulweg nur mit Entfernungspauschale absetzbar

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Die Ausbildungsschule einer Lehramtsreferendarin stellt deren regelmäßige Arbeitsstätte dar, entschied das FG Münster. Das wirkt sich auf die Höhe der Werbungskosten aus.

Eine Lehramtsreferendarin wurde vom zuständigen Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung vom 1.5.2012 bis zum 31.10.2013 einer bestimmten Grundschule zur schulpraktischen Ausbildung zugewiesen. Die Referendarin suchte diese Schule viermal wöchentlich auf, einmal pro Woche nahm sie an Ausbildungsseminaren teil.

Ihre Fahrtkosten rechnete sie nach Dienstreisegrundsätzen ab, also mit 30 Cent für jeden gefahrenen Kilometer. Das Finanzamt berücksichtigte jedoch nur die Entfernungspauschale: 30 Cent pro Entfernungskilometer, also die einfache Strecke.

Das FG Münster folgte der Auffassung des Finanzamts und erklärte, die Referendarin dürfe nur die Entfernungspauschale (Pendlerpauschale) geltend machen, da die Schule ihre regelmäßige Arbeitsstätte dargestellt habe. Da sie die Schule viermal wöchentlich aufgesucht hat, sei von einer gewissen Nachhaltigkeit auszugehen (FG Münster vom 17.5.2016, 7 K 2639/14 ).

Dass die Zuweisung auf die Dauer des Referendariats beschränkt war und theoretisch hätte geändert werden können, änderte nichts an dieser Einschätzung, denn eine regelmäßige Arbeitsstätte liegt zum Beispiel auch dann vor, wenn ein Arbeitnehmer versetzungsbereit oder befristet beschäftigt ist.

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