Piloten und Flugbegleiter: Wo ist die erste Tätigkeitsstätte?

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Entfernungspauschale oder Reisekosten – das macht finanziell einen großen Unterschied bei den Werbungskosten! Deshalb wird hier auch häufig gestritten. Jetzt gibt es ein neues Urteil für Flugpersonal.

Das FG Hessen entschied dabei leider zum Nachteil der Steuerzahler: Ein angestellter Pilot und eine angestellte Flugbegleiterin können seit der gesetzlichen Neuregelung ab 2014 die Aufwendungen für Fahrten von der Wohnung zum Flughafen nicht nach Dienstreisegrundsätzen, sondern nur im Wege der Entfernungspauschale ansetzen, wenn es sich bei diesem Flughafen um den arbeitsvertraglich zugewiesenen Flughafen handelt, erklärten die Richter (FG Hessen, Urteil vom 23.02.2017, Az. 1 K 1824/15).

Dieser arbeitsvertraglich zugewiesene Arbeitsort ist die erste Tätigkeitsstätte. Das hat das in Kassel ansässige Hessische Finanzgericht entschieden.

Entscheidend sei allein, dass der Arbeitgeber tatsächlich eine arbeitsvertragliche Zuordnung getroffen habe, unabhängig davon, ob er gesetzlich zur Zuweisung eines Arbeitsortes verpflichtet gewesen sei oder nicht und wann der Arbeitsvertrag geschlossen worden sei. Der arbeitsvertragliche Vorbehalt, den hier betroffenen Piloten und seine Ehefrau, die als Flugbegleiterin arbeitet, jederzeit an einem anderen Ort einsetzen zu können, ändere daran nichts.

So leicht wollen sich die Steuerpflichtigen hier aber nicht geschlagen geben: Sie haben gegen das Urteil Revision eingelegt. Der Bundesfinanzhof hat nun das letzte Wort, das Verfahren ist dort unter dem Az. VI R 17/17 anhängig.

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