Meinung: Die Entfernung zwischen Bürgern und Steuergesetzgebung

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Warum nur, denkt der Politiker, hat der Einkommensteuerzahler kein Vertrauen in das Bemühen um ein einfaches und gerechtes Steuersystem, und lässt sich von den populistischen Themen treiben.

Eine Partei beim verzweifelten Versuch, ein lebenssicherndes Stimmenpotenzial aufzutun, entdeckt mal wieder die Pendlerpauschale. Anfängliches Stöhnen der Berufskollegen über das jährlich wiederkehrende Thema weicht schnell der Erkenntnis, dass man diese Forderung und den möglichen Stimmengewinn nicht einer Partei allein überlassen kann. Also wird einer auserkoren, der gegen die Parteiräson verstößt und die Idee aufgreift. Zufall, dass er gerade vor einer wichtigen Landtagswahl steht.

Das ruft die sachlichen Analysten auf den Plan, die einen Steuerprofessor finden, der herausfindet, dass von einer Anhebung nur die Pendler und die Gutverdienenden profitieren, Familien und Geringverdiener hingegen sogar leer ausgehen können. Dem folgt die Debatte über den Sinn der Subvention, den Ungerechtigkeiten der mit hohen Mieten und Grundstückpreisen belasteten arbeitsnah wohnenden Städter und den schmarotzenden Pendlern, die sich ihr Haus im Grünen auch noch bezahlen lassen.

Die gegenseitig vorgetragenen Argumente münden am Montag nach der Wahl in der gemeinsamen Überzeugung, dass wohl doch nach Abwägung aller ... usw. alles beim Alten bleiben sollte. Warum nur, denkt der Steuerzahler, hat der Politiker kein Vertrauen in die Intelligenz seiner Wähler?

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