Lkw-Fahrer: Keine Übernachtungspauschalen bei Übernachtung in der Schlafkabine

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Es bleibt dabei: Ein Lkw-Fahrer, der in der Schlafkabine seines Lastwagens übernachtet, darf dafür keine pauschalen Übernachtungskosten geltend machen. Immerhin gesteht man ihm aber eine vereinfachte Ermittlung der Nebenkosten für Dusche, Toilette und Reinigung der Schlafkabine zu.

Diese Kosten sind bei anderen Arbeitnehmern mit Übernachtung anlässlich einer beruflichen Auswärtstätigkeit typischerweise bereits in den Übernachtungskosten enthalten. Lkw-Fahrer sollten für den Nachweis nun folgendes wissen:

Aus Gründen der Vereinfachung sei es ausreichend, erklärt das BMF, wenn der Arbeitnehmer die ihm tatsächlich entstandenen und regelmäßig wiederkehrenden Reisenebenkosten für einen repräsentativen Zeitraum von drei Monaten im Einzelnen durch entsprechende Aufzeichnungen glaubhaft mache. Dabei sei zu beachten, dass bei der Benutzung der sanitären Einrichtungen auf Raststätten nur die tatsächlichen Benutzungsgebühren aufzuzeichnen sind, nicht jedoch die als Wertbons ausgegebenen Beträge.

Habe der Arbeitnehmer diesen Nachweis erbracht, könne der tägliche Durchschnittsbetrag, der sich aus den Rechnungsbeträgen für den repräsentativen Zeitraum ergibt, für den Ansatz von Werbungskosten oder auch für die steuerfreie Erstattung durch den Arbeitgeber so lange zugrunde gelegt werden, bis sich die Verhältnisse wesentlich ändern.

Der so ermittelte Wert kann bei Lkw-Fahrern, die in ihrer Schlafkabine übernachten, für jeden Tag der Auswärtstätigkeit als Werbungskosten geltend gemacht oder steuerfrei durch den Arbeitgeber erstattet werden (BMF-Schreiben vom 4.12.2012 ).

Beispiel:

Nachweis durch Belege des Arbeitnehmers:

Monat Oktober 2012: Aufwendungen gesamt 60 € (20 Tage Auswärtstätigkeit)
Monat November 2012: Aufwendungen gesamt 80 € (25 Tage Auswärtstätigkeit)
Monat Dezember 2012: Aufwendungen gesamt 40 € (15 Tage Auswärtstätigkeit)
Summe der Aufwendungen: 180 €

180 € : 60 Tage Auswärtstätigkeit = 3 € täglicher Durchschnittswert

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