Fahrtkosten: Nicht-Fahrten führen nicht zu Werbungskosten

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Eine interessante Idee zum Thema Werbungskosten landete vor dem FG Nürnberg: Der Inhaber einer Jahreskarte für 1. Klasse-Bahnfahrten wollte Aufwendungen für Nicht-Fahrten geltend machen Zudem forderte er einen 1.-Klasse-Zuschlag bei der Entfernungspauschale.

Der leitende Steuerbeamte (!) fuhr mit der Bahn zur Arbeit und war Inhaber einer Jahreskarte für 1. Klasse-Bahnfahrten. In seiner Steuererklärung machte er bei den Werbungskosten Aufwendungen für nicht unternommene Fahrten geltend - also für Tage, an denen er sein Büro nicht aufgesucht hatte. Die Höhe berechnete er anhand der Kosten der Bahnkarte. Die verbleibenden Kosten für seine Jahreskarte wollte er dann komplett als Werbungskosten anerkannt bekommen, scheiterte aber am Höchstbetrag für die Entfernungspauschale bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Dieser Betrag liegt zurzeit bei 4.500,00 €.

Diese Grenze müsse an die Kosten für 1. Klasse-Bahnfahrten angepasst werden, erklärte der Luxus-Pendler: Der Höchstbetrag sei um einen 1. Klasse-Zuschlag von 160 % (= 7.200,00 €) zu erhöhen.

Interessante Idee, die sicher einiges an Nachdenken gefordert hat. Die Finanzrichter waren jedoch nicht überzeugt und erkannten die Aufwendungen für die nicht unternommenen Fahrten nicht an. Zum Thema Höchstbetrag verwiesen sie auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 9.12.2008, in dem die Kappungsgrenze von 4.500,00 € für verfassungsgemäß erklärt wurde (FG Nürnberg vom 11.8.2011, 4 K 258/10 ).

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