Entfernungspauschale: Pkw-Fahrer benachteiligt?

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Bei der Entfernungspauschale werden Autofahrer und Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel unterschiedlich behandelt. Darf das sein?

Für den Weg von der Wohnung zur ersten Tätigkeitsstätte können Pkw-Fahrer nur die Entfernungspauschale für die einfache Strecke ansetzen. Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel dagegen können statt der Entfernungspauschale höhere tatsächlich entstandene Fahrtkosten als Werbungskosten geltend machen. Der Bundesfinanzhof prüft derzeit, ob diese steuerliche Privilegierung der Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel wegen Verstoßes gegen den Gleichheitsgrundsatz verfassungswidrig ist.

Bei der Vorinstanz hatte der Kläger keinen Erfolg: Das Finanzgericht hat nicht die von ihm nachgewiesenen tatsächlichen Kosten für seinen Pkw von 0,44 €/km, sondern nur die Entfernungspauschale als Werbungskosten anerkannt. Verfassungsrechtliche Bedenken gegen die gesetzliche Regelung hatten die Finanzrichter nicht (FG Nürnberg vom 29.7.2014, 7 K 784/13 ; Az. der Revision VI R 4/15).

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